Bewilligungen November 2012

25'000 Franken für die Sicherheit von bäuerlichen Gemeinschaften, Kolumbien

Der Verein Peace Watch Switzerland (PWS) sucht in der Schweiz Freiwillige für die Menschenrechtsbeobachtung. Er berät, begleitet und bildet sie sorgfältig für ihre Aufgaben im Land aus. Zudem koordiniert er die lokalen Einsätze mit Partnerorganisationen. Das Ziel dieses Projektes ist, den Grad an Sicherheit in mindestens drei Gemeinschaften von Kleinbauern und -bäuerinnen in Magdalena Medio zu erhöhen. Nutzniesser des geleisteten Beitrages zu Gewaltfreiheit und Frieden sind rund 50'000 Menschen.

50'000 Franken für die Förderung landwirtschaftlicher Unternehmen, Benin

Das vorgelegte Projekt der Organisation HELVETAS wurde vom Kanton Basel-Stadt bereits in der ersten Projektphase unterstützt. Nebst dem biologischen Anbau von Ananas und der Vermarktung und der Verarbeitung hochwertiger Abfallprodukte geht es nun um die Etablierung einer Antenne des westafrikanischen Fairtrade-Netzwerks und um die Stabilisierung langfristiger Partnerschaften mit Abnehmern wie Claro, Gebano und Coop. Lokale Partner sind die Gemeinderäte der fünf beteiligten Gemeinden. Bei der Hauptzielgruppe handelt es sich um 800 Produzentinnen und Produzenten von biologisch angebauter Ananas, sowie um verschiedene Frauenorganisationen.

40'000 Franken für marktorientierte Berufsbildung, Arbeit und Einkommen, Bangladesch

Das Projekt der Entwicklungsorganisation Swisscontact ermöglicht benachteiligten arbeitslosen jungen Frauen und Männern eine Berufsausbildung, die den Bedürfnissen des lokalen Marktes angepasst ist. So erhöht sich ihre Chance, einen Arbeitsplatz zu finden und durch das erzielte Einkommen sich und ihre Familie aus der Armut zu befreien. Projektpartner vor Ort sind private Ausbildungsorganisationen sowie lokale NGOs, staatliche Ministerien im Jugend- und Berufsbildungsbereich sowie Finanzdienstleister im NGO-Bereich. Direkt Begünstigte sind 5000 arbeitslose Jugendliche über 18 Jahre (40% Frauen) mit keiner oder unabgeschlossener Schulausbildung, die eine Berufsausbildung absolvieren. Das Projekt wird von der DEZA unterstützt.

10'000 Franken für das Programm WASH, Burkina Faso

Das schweizerische Hilfswerk Morija unterstützt den Bau von 45 verbesserten Brunnen mit Pumpe, 645 privaten Latrinen, 45 öffentlichen Latrinen und die Sensibilisierung von rund 30'000 Personen in Dörfern und Schulen für die Grundregeln der Hygiene. Ausgewählt werden Menschen der schwächsten Bevölkerungsschichten, ohne Unterschied von Geschlecht, Ethnie oder Religion. Die ausgewählten Personen beteiligen sich am Projekt.

30'000 Franken für das Ausbildungsprogramm Young Coach, Uganda

Im letzten Jahr hat Basel-Stadt das Projekt der Stiftung Scort Foundation in Sri Lanka unterstützt. In der Zwischenzeit hat Scort mit den Partner-Clubs FC Basel, SV Werder Bremen, Bayer 04 Leverkusen und FK Austria Wien ein neues Projekt in Uganda aufgebaut. Die Ausbildungsteilnehmenden sind junge Mitarbeitende der SOS Kinderdörfer und anderer Hilfsorganisationen in Uganda, junge Lehrerinnen und Lehrer sowie fussballbegeisterte junge Frauen und Männer, die sich sozial engagieren. Nutzniesser sind rund 1300 benachteiligte Kinder. Die Coaches gründen Fussballgruppen und führen Fussballaktivitäten in Hilfsorganisationen, Schulen und in Vereinen durch. Dazu werden mit den Teilnehmern und Teilnehmerinnen Workshops zum Thema Wasser und Hygiene durchgeführt und durch die Zusammenarbeit mit Novartis deren Malaria-Initiative in das Projekt mit einbezogen.

15'000 Franken für die berufliche Ausbildung von 100 Kids aus Slums und ländlichen Regionen, Tansania

Im vorgelegten Projekt «More than a drop» erhalten 100 Jugendliche die Chance, ein wirtschaftlich und sozial selbständiges Leben zu führen. Mittels einer beruflichen Ausbildung werden motivierten Jugendlichen aus Slums und Randzonen, oft Waisen, die nötigen Kenntnisse vermittelt, um auf dem Arbeitsmarkt eine reguläre, bezahlte Arbeitstelle zu finden. Das Projekt soll dank der guten Erfahrungen jährlich ausgeweitet werden. Die berufliche Ausbildung findet in staatlich anerkannten Institutionen statt. Letztes Jahr konnten über 80 Prozent der Absolventen beschäftigt werden.

50'000 Franken für die Bienenzucht und nachhaltige Honigproduktion, Äthiopien

Die Stiftung Biovision unterstützt in Äthiopien verschiedene Projekte in der Umsetzung von ökologischen Methoden zur Gesundheitsförderung und in der nachhaltigen Landwirtschaft sowie in der nachhaltigen Landnutzung. Die Ernährungssicherheit der Menschen in Tolay wird durch den Einfluss des Klimawandels auf die Landwirtschaft – wie häufig auftretende Dürreperioden – zunehmend beeinträchtigt. Die Bienen sind wichtig für die Landwirtschaft, indem sie Pflanzen bestäuben, die von Menschen als Nahrungsmittel genutzt werden. Bäuerinnen und Bauern werden unterstützt und gefördert in der traditionellen Bienenzucht und Honigproduktion. Die Imker lernen in Kursen, wie sie mit sanft modernisierten Methoden ihre Produktivität steigern und die Qualität des Honigs verbessern können. Rund 420 Bauern und ihre Familien profitieren vom zusätzlichen Einkommen. Ebenfalls profitiert die umliegende Bevölkerung von der Pflanzung geeigneter Futterpflanzen für die Bienen, welche wiederum durch Bestäubung von Getreide und Obstbäumen zu einer Produktionssteigerung führt.

30'000 Franken für das Projekt Jugend lernt Demokratie – Kreative Arbeit zwischen Anden und Amazonas, Bolivien

Zusammen mit der DEZA engagiert sich das Schweizerische Arbeiterhilfswerk Solidar Suisse (SAH) in der Entwicklung der Zivilgesellschaft und der Ausbildung der Kommunalbehörden. Das vorgelegte Projekt konzentriert sich auf Jugendliche und junge Erwachsene. Sie sind die Hoffnungsträger für einen gesellschaftlichen Wandel. Rund 3000 Jugendliche pro Jahr nehmen direkt an den Projektaktivitäten teil. Sie setzen sich mit gesellschaftlichen und politischen Themen auseinander und tragen demokratische Werte in ihr weiteres Umfeld. Zudem sensibilisieren Radiosendungen eine breite
Öffentlichkeit für Bürgerbeteiligung und Menschenrechte. Lokale Behörden fördern Begegnungsräume für Jugendliche für kulturelle und künstlerische Aktivitäten.

17'300 Franken für die Konstruktion eines Schulgebäudes für Kinder in Chèmojel, Guatemala

Die Organisation Solidaridad Sin Fronteras, deren Zweck die Förderung der Bildung und Gesundheit für die indigene Bevölkerung des Distrikts Huehuetenango ist, hat das Ziel, gemeinsam mit der Gemeindebevölkerung und der örtlichen Behörde ein neues Schulgebäude zu bauen. Seit Jahren kämpfen die Eltern von Chèjomel für den Bau eines Gebäudes, damit ihre Kinder nicht behelfsmässig im Freien unterrichtet werden müssen. Ein kleines, gut gebautes Schulhaus wird rund 65 Kindern und Jugendlichen zwischen 7 und 15 Jahren Bildung und schulische Erziehung in einem geschützten Raum ermöglichen.

50'000 Franken für die Umstellung auf Bio- und Fair Trade-zertifizierte Imkerei in Yucatan, Mexiko

Der Träger EDUCE ist eine Kooperative mit Sitz in Mérida. Er bietet seit 1988 organisatorische und produktionstechnische Unterstützung an, um die kleinbäuerliche Imkerei in der Produktion und Vermarktung zu stärken. Die Halbinsel Yucatan hat rund 270 Quadratkilometer. Sie ist nur bedingt für die Landwirtschaft geeignet. Die Imkerei ist jedoch ein wichtiges Standbein im kleinbäuerlichen Landbau. 90 Prozent des Honigs der Halbinsel wird exportiert, ein Teil davon nach Europa unter strengen Qualitätsauflagen, welche die EU bzw. die europäischen Käufer stellen. Die Imkerei in Yucatan wird zunehmend nur noch von der älteren Generation betrieben. Durch den Miteinbezug der jüngeren Generation von Primar- und Mittelschülern soll die Basis geschaffen werden, dass die Imkerei in Zukunft auch von jungen Erwachsenen betrieben wird. Durch die teilweise Umstellung der Produktionstechniken bzw. durch die Erarbeitung von zusätzlichen Qualitätsmerkmalen für das Produkt Honig, wie Biozertifizierung und die Einführung der Imkerei in die Standards des fairen Handels, soll die Wertschöpfung des Produktes vor Ort erhöht und den Produzenten (oft Mayas) ein besseres Einkommen ermöglicht werden. Begünstigt werden 210 Produzenten aus 12 Gemeinden mit 4400 Bienenstöcken.

5000 Franken für die Verbesserung der Infrastruktur und Ausstattung der Schulen, Kongo

Der Trägerverein DarsiLaMano setzt sich für die Ausstattung der Ecole de l’Unité in Utembo ein. Es geht dabei um die Finanzierung von Reparatur- und Renovationsarbeiten, um die Anschaffung eines schuleigenen Motorrades und um Lehrbücher und anderes Schulmaterial. Die Ecole de l’Unité ist eine weltanschaulich und religiös neutrale Quartierschule. Sie wird zurzeit von rund 100 Kindern im Alter von 3 bis 14 Jahren besucht. Das laufende jährliche Betriebsbudget wird vom Verein übernommen.

54'500 Franken für die Verbesserung der Einkommensmöglichkeiten mit Kardamom, Kolumbien

Mit dem Projekt des Hilfswerks Swissaid sollen die Einkommensmöglichkeiten kleinbäuerlicher Familienbetriebe durch die Einführung einer ökonomisch umweltfreundlichen Kardamomproduktion verbessert werden. Kardamom stellt aus ökologischer Sicht eine gute Alternative zu oder in Kombination mit Kaffee dar. Die Samenkapseln können mehrmals im Jahr geerntet werden. Direkt Begünstigte der Kardamomproduktion sind arme marginalisierte Kleinbauernfamilien (circa 400 Frauen und Männer). Insgesamt profitieren ungefähr 2300 Personen von Beschäftigungsmöglichkeiten für Landarbeit. Da die Kleinbäuerinnen und -bauern erst im dritten Jahr Kardamom-Ernteerträge und Gewinne erwirtschaften, wird mit Einführung eines Rotationsfonds ein zweijähriger zinsfreier Zuschuss zur Deckung der Kosten (unter anderem für Saatgut, Feldbearbeitung, organischen Dünger, biologische Pflanzenschutzmittel) gewährt. Um den Absatz und die Vermarktung von Kardamom abzusichern, wurde mit dem amerikanischen Exporteur Merit Trade eine Zusammenarbeit vereinbart.

20'000 Franken für die Stärkung der Basisgesundheitsversorgung in Mbulu, Tansania

Das vorgelegte Projekt der Organisation Solidarmed hat zum Ziel, die Gesundheit der Bevölkerung, insbesondere der Mütter und Kinder, mittels einer guten medizinischen Grundversorgung zu verbessern. Um dies zu erreichen, werden in jedem Dorf zwei bis drei Gesundheitsberatende ausgebildet, deren Aufgabe es ist, mit den lokalen Gemeinschaften Massnahmen umzusetzen zur Vorbeugung von Malaria, HIV-AIDS und anderen Krankheiten, sowie den Zugang der Bevölkerung zu den Gesundheitseinrichtungen zu verbessern. Zielgruppe des Projektes sind die 143'000 Einwohner und Einwohnerinnen der 42 Dörfer in den Divisionen Dandi, Endagikot und Nambis.

30'000 Franken für die Selbstständigkeit dank Mirkokrediten, neue Perspektiven für Leprabetroffene, Äthiopien

Fairmed setzt sich zusammen mit der Deutschen Lepra- und Tuberkulosenhilfe in der Region von Addis Abeba für ein Gesundheitsprojekt ein. Die Neuinfektionen von Lepra sind in Äthiopien immer noch sehr hoch. Viele der ehemaligen Leprapatientinnen und -patienten leiden unter dem Stigma, das die Krankheit mit sich bringt, und führen ein Leben in extremer Armut. Durch das Projekt «Selbstständigkeit dank Mikrokrediten» lernen die Betroffenen in Selbsthilfegruppen, wirtschaftlich unabhängig zu werden und ihr Leben in die eigenen Hände zu nehmen. Durch ausgebildete Sozialarbeiterinnen und -arbeiter werden die Mitglieder der Selbsthilfegruppen geschult. Dabei lernen sie unter anderem, wie Kredite und Sparkonten verwaltet werden und wie ein Projekt geplant wird. Erst wenn alle nötigen Bedingungen geschaffen sind, erhält die Gruppe einen sogenannten «Revolving Fund». Dieses Startkapital wird an die Gruppenmitglieder vergeben und Investitionen, wie zum Beispiel die Anschaffung einer Ziege oder der Aufbau einer Hühnerfarm, können nun getätigt werden.

30'000 Franken für Mikrofinanzierungsprogramm, Burkina Faso

Das Hunger Projekt Schweiz (THP) findet in 15 Provinzen statt. THP setzt sich seit 1997 in Burkina Faso ein und erreichte bis jetzt rund 226'000 Dorfbewohner. Das dem Gesuch zugrundeliegende Mikrofinanzierungsprogramm schliesst eine entscheidende Lücke im Kampf gegen den Hunger und ist eines der Millenniumsziele. Es wird vor allem Frauen ermöglicht, einkommensgenerierende Tätigkeiten auszuüben, um ihr eigenes und das Leben ihrer Familie zu verbessern. Betroffene werden mit Hilfe von lokalen Führungskräften und von Entwicklungshelferinnen in ihrer Eigenverantwortung mobilisiert, Frauen in ihrer Schlüsselrolle für Veränderung unterstützt. Es wird mit lokalen Behörden zusammengearbeitet.

35'000 Franken für eine Schulhauserweiterung Las Playas, Guatemala

Im vorgelegten Gesuch des Vereins PROBIGUA geht es um die Erneuerung der Schule «San Ricardo». Diese liegt in der schwer zugänglichen Gegend in Patulul. Das alte Schulhaus für Primarschulkinder ist ein baufälliges Holzhaus und das Dach ist nicht mehr dicht. Wegen der Gefahr, dass das Haus bei einem Sturm zusammenfällt, haben die Kinder bei starkem Wind schulfrei. Am Neubau für die 180 Schülerinnen und Schüler beteiligen sich die Dorfbewohner. Die Lehrerlöhne werden vom Erziehungsministerium des Departements Suchitepéquez bezahlt.

40'000 Franken für die Stärkung der Entwicklung von Kindern und Jugendlichen durch Sport und Spiel, Palästina

Das Projekt «Right to Play» wurde bereits letztes Jahr von Basel-Stadt unterstützt. 27'000 Kinder und Jugendliche konnten mit Spiel- und Sportaktivitäten erreicht werden. Im kommenden Jahr führt die Organisation die Arbeit zur sozialen Entwicklung an Schulen, Kindergärten und Gemeinschaftszentren weiter. Kinder, die wie die Bevölkerung in Palästina allgemein aus diversen Gründen häufig unter Stress stehen, können auftanken und positive Begegnungen und Wohlbefinden erfahren. Gleichzeitig bekommen sie Informationen und Vorbilder, die im Hinblick auf gesunde Verhaltensänderungen wie zum Beispiel Hygiene oder Rechte von Mädchen wichtig sind. Im vorgelegten Gesuch sollen 31'500 Kinder und Jugendliche begünstigt werden. Diese sind zwischen 4 und 18 Jahren alt. Zentral bleibt der Einbezug von besonders Benachteiligten wie Mädchen und Kindern mit Behinderungen.

4000 Franken für den Transport von Medikamenten und gebrauchten medizinischen Geräten, Somalia

Der Unterstützungsverein «Daryeel» ermöglichte die Räumung der Grosspraxis «Ambulatorium Oristal und Liestal», an der rund 15 ehrenamtliche Helfer (Somalier und Schweizer) mitgewirkt haben. Ebenso konnten Güter von Praxen in Zürich und Sion abgeholt werden. Für den Transport des Containers wird um Finanzierung nachgefragt.

40'000 Franken für Landbesitz und Bodennutzung in Baja Verapaz, Guatemala

Bei diesem Projekt des Hilfswerks Fastenopfer steht der Zugang zu Land als Lebensgrundlage der indigenen Bevölkerung im Vordergrund der Aktivitäten. Mittels biologischer Produktion trägt das Projekt nachhaltig zur Ernährungssicherheit der Bevölkerung bei. Direkte Zielgruppe sind 222 Familien aus 8 Dörfern aus der Gemeinde Purulha. Es handelt sich um 1031 indigene Personen, welche systematisch diskriminiert werden und noch keine Bodentitel besitzen. Die 2002 gegründete Partnerorganisation im Land organisiert Ausbildungen von Führungskräften auf Dorfebene. Dabei handelt es sich um Menschen aus den Projektdörfern, welche sich aus Vertretern und Vertreterinnen für die landwirtschaftlichen Anliegen der einheimischen Bevölkerung einsetzen. Zwischen 2009 und 2011 wurden bereits 191 Pläne mit Massnahmen zur Landlegalisierung und zur Nutzung des Bodens verwirklicht.

10'000 Franken für das Projekt Teachers for Sustainable Peace, Bosnien

Das Projekt der Stiftung Kriegstrauma-Therapie wurde in den zwei letzten Jahren bereits von Basel-Stadt unterstützt. Im laufenden Jahr hat das Projekt mit sechs Schulen einen neuen dreijährigen Zyklus begonnen. In der ethnisch und politisch geteilten Region Tesanj werden von SEZAM (Träger vor Ort) entlang der ehemaligen Frontlinie Lehrpersonen über politisch und ethnisch-kulturelle Grenzen hinweg zur Zusammenarbeit motiviert und geschult. In mehrtägigen Workshops und durch gegenseitige Besuche und Aktivitäten unter den Lehrpersonen geht es darum, Feindbilder abzubauen und sie zu gewaltfreier Kommunikation und aktivem Zuhören anzuleiten. Dabei werden auch die eigenen Traumatisierungen der Lehrpersonen angesprochen. Begünstigte sind rund 60 Lehrkräfte, ihre 1'200 Schulkinder und deren Familien. Im Weiteren wird die über zehnjährige Kooperation mit der pädagogischen Hochschule in Liestal weitergeführt.

35'000 Franken für die Erweiterung der Produktionspalette und forstwirtschaftliche Massnahmen, Ecuador

Im vorgelegten Projekt der Fundación Para Los Indios handelt es sich um folgende Schwerpunkte: Verbreiterung der Produktionspalette, Abkehr von Monokultur, Schutz vor Frost und Wind durch einheimische Gehölze und der Vielfalt von Anbaumethoden und Technologien. Dadurch soll die Qualität und Menge der angebauten Produkte erhöht werden. Nutzniesser sind 40 Familien, rund 200 Personen. Diese besitzen eine landwirtschaftliche Parzelle von rund 3000 Quadratmetern mit mindestens 5 verschiedenen Gemüsearten und rund 260 einheimischen Büschen und Bäumen, die vor Frost und Wind schützen. Durch diese Massnahmen entstehen höhere Einkünfte und die wirtschaftliche Situation kann verbessert werden. 38 Prozent des Gesamtaufwandes werden durch Eigenleistung der Begünstigten eingespart.

40'000 Franken für Bildungschancen für Kinder ethnischer Minderheiten im Berggebiet Badarban Hill Tracts, Bangladesch

Die Organisation CO-OPERAID engagiert sich seit mehreren Jahren in Bangladesch für Kinder und Jugendliche aus Bergvölkern. Die indigene Bevölkerung hat im heutigen Bangladesch einen schweren Stand. Sie ist eine Minderheit, die tägliche Diskriminierung erleidet. Das vorgelegte Projekt fokussiert auf Primar- und Sekundarschulbildung und schafft damit Zukunftschancen für die junge Generation. Damit soll eine Besserstellung der Bergvölker erreicht werden.
Nutzniesser sind 10 Dorfschulen mit rund 400 Kindern, und zwei Wohnheime mit rund 50 Jugendlichen. Die Eltern offerieren den Lehrkräften Kost und Logis.

47'000 Franken für Gebäuderenovation eines Förderzentrums für Kinder und Jugendliche, Palästina

Der Verein Herrnhuter Sozietät Basel setzt sich aus Mitgliedern der evangelisch-reformierten Kirchen von Basel-Stadt und der weiteren Umgebung zusammen. Vor der Gründung Israels wurden die Herrnhuter zusammen mit anderen Trägern um Hilfe beim Aufbau einer Pflegeeinrichtung für Leprakranke in Jerusalem angefragt. Die fremden Träger zogen sich bald zurück, die Herrnhuter blieben vor Ort. Mit der Gründung des Staates Israel veränderten sich die Rahmenbedingungen, der Staat übernahm (ohne die damaligen Patienten) die Einrichtung. Die Patientinnen und Patienten wurden fortan auf einem Gelände nahe Ramallah betreut, das den Namen Sternberg trägt. Lepra wurde in den Folgejahren heilbar. Seit 40 Jahren ist der Sternberg nun ein Förderzentrum für Kinder und Jugendliche mit Behinderungen (geistige und körperliche ohne Einschränkung ethnischer oder religiöser Herkunft). In Palästina werden viele Kinder mit einer Behinderung ohne Schulbildung zuhause behalten, und später als Jugendliche riskieren sie ausserhalb des Hauses missbraucht oder angegriffen zu werden. Die Sternbergeinrichtung hat einen integrativen Kindergarten, ein Schulprogramm für geistig behinderte Kinder, ein Stimmentraining für Erwachsene und ein Programm für autistische Kinder. In einem Sozialprogramm werden die Rechte der Menschen mit Behinderung gestärkt.

15'000 Franken für einen Hort für Kinder von Sexarbeiterinnen in Kolkata, Indien

Die Stiftung Calcutta Project Basel wurde vor über 20 Jahren von Studierenden der Uni Basel gegründet und wird auch heute noch von Studierenden ehrenamtlich geführt. Im Rotlichtviertel Sonagachi in Kolkata wachsen unzählige Kinder von Prostituierten unter schwierigsten Bedingungen auf. Der im Jahr 2002 eröffnete Kindergarten bietet diesen Kindern an drei Nachmittagen in der Woche einen sicheren Hort und eine fürsorgliche Betreuung während der Arbeitszeiten ihrer Mütter. Seit 2009 haben die Kinder auch die Möglichkeit, über Nacht zu bleiben.

34'000 Franken für den Bau von Biogasanlagen in 5 Dörfern, Vietnam

Das Gesuch der Organisation Nouvelle Planète wurde an der Frühjahrssitzung ausgestellt mit der Auflage der Kommission, offene Fragen zu beantworten. Die Aufzucht von Schweinen, Hühnern und Kühen stellt für die armen Haushalte der fünf Dörfer in der Gemeinde Dai Phuoc eine wichtige Einkommensquelle dar. Die daraus resultierende Verschmutzung des Wassers und der Umwelt in unmittelbarer Nähe ihrer Behausungen ist ein Risiko für die Gesundheit der Bewohner und das ganze Ökosystem. Ziel des Projektes ist die Installation von angemessenen Biogasanlagen für 163 Haushalte in fünf Dörfern. Die Dorfbewohner werden in der Planungsphase miteinbezogen. In die Sensibilisierung für das Problem werden rund 1500 Personen eingebunden.

300'000 Franken für HIV-Projekt, Tansania

Nachdem das Projekt des Schweizerischen Tropeninstituts (Swiss TPH) nun seit einigen Jahren grossen Erfolg zeigt- zur Zeit werden rund 10’000 Patienten behandelt und betreut- ist der Ausbau des Projekts nun essentiell, um die Betreuungskette mit Präventionskampagnen, HIV-Tests, HIV-Therapien sowie Langzeitbetreuung sicherzustellen. Die Weltgesundheitsorganisation WHO propagiert den Ausbau der HIV-Programme. Internationale Geldgeber finanzieren einen grossen Teil der Infrastruktur und die Kosten der Medikamente. Ebenfalls sind Forschungsprojekte anderweitig finanziert, unter anderem durch den schweizerischen Nationalfonds.

Die Ziele des Projektes sind:
• Weiterer Ausbau eines umfassenden HIV/AIDS-Präventions- und Behandlungsprogramms mit Steigerung der Qualität und Effektivität der HIV-Behandlungskette einschliesslich der HIV/Tuberkulose-Koinfektion im Rahmen des Tanzania National AIDS Control Programme (NACP) in einem ländlichen Gebiet Tansanias.
• Die Qualität der Dienstleistung soll durch kontinuierliche Förderung von Aus- und Weiterbildung von tansanischem Personal nachhaltig erhöht werden. Insbesondere soll so die Behandlungskette Diagnose-Therapie-Langzeitbetreuung und Supervision des Gesundheitspersonals gestärkt werden.
• Stärkung der klinischen Dienste am St. Francis Referral Hospital, dem die Infrastruktur dieses Projekts angegliedert ist.

1700 zur Unterstützung für die Universität in Balti, Moldawien

Prof. Dr. Thomas Wilhelmi wurde mit dem Entscheid der ersten Sitzung im Jahr 2012 mit 8500 Franken unterstützt. Aufgrund einer Differenz, die durch die Währungsumrechnung entstanden ist, erhält Prof. Dr. Wilhemi nachträglich 1500 Franken.