Bewilligungen November 2013

20'000 Franken für das 'Hunger Projekt', Mosambik

In Mosambik herrscht vorwiegend Analphabetismus und Armut kombiniert mit unzureichender Verfügbarkeit von Nahrungsmitteln. Das Hunger Projekt will diesen Umständen entgegenwirken und arbeitet hierfür mit der "Epicenter Strategy" zusammen. In deren Zentren durchlaufen die Begünstigten in einem Zeitraum von acht Jahren verschiedene Angebotsphasen und werden für die betriebliche Selbstständigkeit vorbereitet. In Mosambik bestehen bereits drei solche Zentren, welche für 26'290 Bewohner in zehn Dörfern zugänglich sind.

25'000 Franken für das Youth and Community Center, Burma

Der Verein Kinder-Projekt Burma hat in den letzten 16 Jahren mehreren hundert Jugendlichen geholfen, sich eine Lebensgrundlage aufzubauen. Die bestehenden Angebote reichen von einem Kinderheim bis zu betreuten Anlehren für Jugendliche und sollen nun in einer weiteren Phase erweitert werden. So sollen in einem Jugend- und Gemeinschaftszentrum in einem Bergdorf zusätzliche berufliche Anlehren angeboten, lokale Gruppierungen mit einer Tagungsinfrastruktur unterstützt und die politische Partizipation durch eine lokale Zeitung angeregt werden. Das Projekt will damit zur politischen Öffnung Burmas und zur lokalen wirtschaftlichen Entwicklung beitragen.

33'000 Franken für die Einkommensförderung und soziale Integration für Frauen, Kosovo

Der lokale Partner des Christlichen Friedensdienstes Open Door arbeitet in 18 albanischen, serbischen und Roma-Dörfern im Norden und Osten Kosovos und in Prishtina mit Frauen, die von Armut und Gewalt betroffen oder bedroht sind. Handarbeitsprojekte und Weiterbildungen zur Herstellung und zum Verkauf von eingemachten Lebensmitteln helfen den Frauen ein eigenes Einkommen zu generieren. "Open Door" bringt gezielt albanische, serbische und Roma-Frauen zusammen, um auch ethnische Grenzen zu überwinden und bietet gewaltbetroffenen Frauen psychosoziale Begleitung an.

60'000 Franken für die Therapie von geburtsbedingten Fisteln im Bwindi Community Hospital (BCH), Uganda

Ärzte und Pflegefachpersonen aus Uganda und der Schweiz bilden Fistelchirurgen/-innen sowie spezialisierte Pflegefachpersonen aus. Die Ursachen für die Entstehung von Fisteln sind zu lange dauernde Geburten, insbesondere bei sehr jungen Erstgebärenden. Im Bwindi Community Hospital wird seit wenigen Jahren in die Prävention zur Vermeidung von Komplikationen investiert. Die Schwangeren kommen vor der Geburt ins Spital und können so bei Geburtsbeginn optimal betreut werden. Dadurch können längere Geburten und das Risiko von Komplikationen vermieden bzw. reduziert werden.

40'000 Franken für ein Entminungsprojekt in Donji Vakuf, Bosnien-Herzegowina

Die Stiftung Welt ohne Minen engagiert sich im Bereich der Minenräumung und der Sensibilisierung von betroffenen Personen. Diese zwei präventiven Aktivitäten bilden die Basis für Sicherheit und die Entwicklung ländlicher Regionen. Ihre lokale Partnerorganisation ist "Pazi Mine Vitez", welche regelmässig von einer Vertretung überprüft wird. Die Räumung der Minenfelder "Marjianovica Kuce" ist Teil des im Jahre 2007 begonnenen Vorhabens, das Gemeindegebiet von Donji Vakuf vollständig zu entminen. Durch die aktive Einbeziehung verschiedener Akteure bei der Priorisierung der zu räumenden Gegenden werden zudem die Eigenverantwortlichkeit, Wirkung und Nachhaltigkeit der Räumungsaktivitäten verbessert.

12'000 Franken für Berufsbildungszentren für Frauen sowie psychosoziale Hilfe für Kriegstraumatisierte, Sri Lanka

Palmyrah leistet durch das Bildungsangebot für Frauen und Kinder einen wichtigen, nachhaltigen Beitrag zum gesellschaftlichen Wiederaufbau in der Nachkriegszeit. Die Berufsbildung fördert die Existenzsicherung und trägt zur sozialen Stärkung der Frauen bei. 'Palmyrah Projects' besteht aus zehn Berufsbildungszentren für Frauen, drei Vorschulen sowie einem Nachhilfezentrum für Schulkinder in der mehrheitlich tamilischen Nordprovinz Sri Lankas. Seit Ende des Bürgerkriegs sind die psychosoziale Arbeit mit Kriegstraumatisierten und die Ausbildung von Trauma-Therapeutinnen dazugekommen. 'Palmyrah Projects' arbeitet in den überwiegend von Tamilen bewohnten, vom Krieg am stärksten betroffenen Regionen im Norden Sri Lankas auf der Jaffna-Halbinsel, der vorgelagerten Insel Delft sowie im Vanni-Gebiet.

50'000 Franken für das Projekt 'Gewalt gegen Frauen und Mädchen beenden', Senegal

Gewaltbetroffene Frauen und Mädchen können sich an ausgebildete Parajuristinnen wenden, durch die sie beraten werden. Benötigt das Opfer eine weiterführende Intervention, so wird es an die von der lokalen Partnerorganisation APROFES betriebenen Beratungsstelle in Kaolack verwiesen, wo ihm neben der Beratung je nach Fall medizinische, rechtliche, soziale und auch psychologische Unterstützung angeboten wird. Zudem macht APROFES Advocacy- und Lobbyarbeit und trifft Massnahmen zur Sensibilisierung der Bevölkerung zum Thema Gewalt an Frauen und Kindern.

50'000 Franken für Bienenprodukte aus Tolay, Äthiopien

Das von Biovision unterstützte Projekt fördert die traditionellen Bienenhalter und Bienenhalterinnen und Bauerngruppen in Tolay im Bereich der Bienenzucht und Honigproduktion durch praxisorientierte Ausbildung und Trainings. Die Bauernfamilien werden dafür sensibilisiert, welchen Einfluss eine gesunde Umwelt auf ihre Lebens- und Einkommenssituation hat. Die Bienenhalter lernen in Kursen, wie sie mit sanft modernisierten Methoden und Technologien ihre Produktivität steigern und die Qualität des Honigs verbessern können, ohne die Bienenvölker zu zerstören oder zu verjagen. So kann eine mengenmässig sowie qualitativ gesteigerte Produktion sichergestellt werden. Die Menschen können den Honig an lokale und regionale Märkte verkaufen und so ein zusätzliches Einkommen generieren.

50'000 Franken für den Schutz für Kinder und Jugendliche ohne feste Bleibe, Togo

Viele Kinder aus ländlichen Gebieten, welche stärker von der Armut betroffen sind (80% der Armen leben in Togo auf dem Land), suchen in grösseren Städten wie Lomé nach einer besseren Zukunft. Egal ob die Abwanderung der Kinder freiwillig ist oder erzwungen wurde, oft werden sie in städtischen Zonen Opfer von Ausbeutung, Misshandlung und Menschenhandel. Terre des hommes kümmert sich einerseits um die Rehabilitation und den Schutz der Kinder (psychosoziale Unterstützung, Notfallunterstützung, Wiedereingliederung in das Schulsystem), andererseits auch um die Vorbeugung der Risiken von Ausbeutung, Kinderhandel und Misshandlung. Dies erfolgt mittels Aufklärung, schulischer Unterstützung sowie Beschaffung der Geburtsurkunden.

40'000 Franken für das Projekt 'Bauernfamilien überwinden den Hunger während der Soudure', Senegal

Im Westen Senegals werden 62 Dörfer bei der Verbesserung ihrer Nahrungssicherheit unterstützt. Die lokale Partnerorganisation ist der Bauernverband RECODEF. Projektziele sind die Sicherung der ganzjährigen Ernährung durch die Steigerung der landwirtschaftlichen Produktion, die Sensibilisierung hinsichtlich des Klimawandels sowie das Betreiben von Solidaritätskassen. Darüber hinaus soll die betriebswirtschaftliche Kompetenz für die Organisation und Führung von Solidaritätskassen und Gemeinschaftsfelder gesteigert werden.

30'000 Franken für 'Sounds of Palestine', Palästina

Die politische und ökonomische Situation in Palästina ist prekär. Als Langzeit-Entwicklungsprojekt für Kinder in Palästina setzt Sounds of Palestine umfassende Musikerziehung als Medium für den Schutz und die Weiterentwicklung von Kindern sowie den nachhaltigen sozialen Wandel ein. Aus der Erfahrung von vergleichbaren Projekten in mehr als 25 Ländern zeigt sich, dass die Kinder im sicheren Umfeld solcher speziellen Musikschulzentren eine positive soziale Entwicklung durchlaufen und dadurch vermehrt Verantwortung für sich und für das soziale Umfeld übernehmen und neue Zukunftsperspektiven entwickeln können. Der Unterricht wird von den Musiklehrern in enger Kooperation mit Sozialarbeitern geplant und durchgeführt.

50'000 Franken für die Förderung landwirtschaftlicher Unternehmen und Unterstützung in der Landwirtschaftspolitik, Benin

Das Projekt von Helvetas fördert die Professionalisierung der Bauernorganisationen rund um die ökologische Produktion von Ananas mit dem Ziel, die Aktivitäten schrittweise den Bäuerinnen und Bauern zu übergeben. Gleichzeitig werden die landwirtschaftlichen Strukturen und die nationale Landwirtschaftpolitik berücksichtigt und einbezogen. Die lokalen Akteure sollen genügend Kenntnisse erhalten und ausreichend professionalisiert werden, um für ihre eigene Autonomie einzustehen. Die Kleinbäuerinnen und Kleinbauern werden mit der Landwirtschaftspolitik vertraut gemacht um künftig selber bestimmen zu können, wie sie ihre Produkte anbauen und verkaufen wollen. So tragen sie zu einer nachhaltigen, ausgewogenen, autonomen und stabilen Entwicklung der Landwirtschaft bei.

34'000 Franken für die medizinische Versorgung und soziale Eingliederung von Leprabetroffenen, Nepal

In Nepal werden immer noch jährlich 4000 Neuerkrankungen an Lepra registriert. Das Stigma und die mit Lepra verbundene Angst bedeuten, dass von Lepra betroffene Menschen in Nepal oft wirtschaftlichen, sozialen und emotionalen Marginalisierungen ausgesetzt sind. Seit mehr als 50 Jahren stellt das Green Pastures Hospital & Rehabilitation Centre in Pokhara Hilfe für leprabetroffene Menschen bereit, behandelt sie kostenlos und hilft ihnen einen Weg zurück in die Gesellschaft zu finden.

50'000 Franken für die Berufsbildung für Jugendliche aus armen Bauernfamilien, Kenia

Das Projekt Vijana Na Ujuzi schafft Bildungschancen für Jugendliche aus armen Bauernfamilien, um Berufskenntnisse zu erwerben, eine Stelle zu finden oder sich selbstständig zu machen und selbst für den Lebensunterhalt aufkommen zu können. 350 bis 550 Jugendliche werden pro Jahr in der Berufsbildung gefördert, mehrheitlich in ländlichen Regionen. Dafür werden unter anderem sechs Partnerschulen institutionell weiter entwickelt und komplementäre Aktivitäten zur Mädchenförderung, Motivationsförderung, Aufklärung in Gesundheitsfragen angeboten.

50'000 Franken für das Lugala-Spital für die ländliche Bevölkerung, Tansania

Das Lugala-Spital ist das einzige Spital im abgelegenen westlichen Teil des Ulanga-Distrikts, welcher flächenmässig mehr als die Hälfte der Schweiz misst. In den 92 Dörfern leben rund 230'000 Menschen verschiedener Ethnien, wovon die grosse Mehrheit zu den ärmsten Bauern gehört. Ziel des Projektes ist es, dass das Lugala-Spital als soziale Dienstleistungseinrichtung funktionieren kann, in der das weite Spektrum der in Ulanga vorkommenden Erkrankungen erfolgreich behandelt werden kann. Das Dienstleistungsangebot des Spitals soll dabei für die am meisten gefährdeten Bevölkerungsgruppen zugänglich und für diese bezahlbar sein. Um dieses Ziel zu erreichen wird die Implementierung der Gesundheitspolicies angegangen, Gesundheitsservices auf- und ausgebaut, Prävention und Therapie von HIV/Aids fortgeführt, das Finanz- und Administrationsmanagement gefördert und bauliche wie infrastrukturelle Erweiterungen durchgeführt.

10'000 Franken für das Projekt 'Human Rights Foundation of Turkey HRFT', Türkei

Die lokale Partnerorganisation HRFT ist eine schon über 20 Jahre lang existierende und sehr gut verankerte Menschenrechtsorganisation, die in der Türkei mehrdimensionale Hilfe für Folteropfer anbietet (sozial, politisch, juristisch, medizinisch, psychologisch). In fünf Zentren (in Ankara, Istanbul, Izmir, Adana und Diyarbakır) werden die Behandlung und ein Rehabilitationsprogramm von bzw. für überlebende Folteropfer angeboten. Im Jahr 2012 wurden 647 Folteropfer betreut. Die Mehrheit kommt aus dem Südosten der Türkei sowie Ostanatolien. Diese Gebiete der Türkei sind mehrheitlich von Kurden bewohnt. Mit dem Projekt soll unter anderem die kostenlose Bereitstellung von medizinischer Versorgung und psychiatrischer Hilfe gewährleistet werden sowie mithilfe von Bildungsangeboten eine soziale Unterstützung erfolgen. Zudem werden Monitoring-Systeme, welche zur Erfassung aller relevanten Informationen und deren Auswertungen gebraucht werden, ausgebaut.

264'000 Franken für HIV/AIDS Projekt in Ifakara, Tansania

Der Kanton Basel-Stadt unterstützt langfristig den Aufbau und Betrieb der HIV/AIDS Klinik Chronic Desease Clinic Ifakara, CDCI, welche sich für die lückenlose Betreuungskette mit Prävention, HIV-Tests, HIV-Therapien wie auch Langzeitbetreuung einsetzt. Das laufende Projekt hat im Rahmen des Nationalen Programmes die Sicherung der HIV/AIDS-Behandlung und Prävention zum Ziel, einschliesslich der konsolidierten Integration der Tuberkuloseabteilung im ambulanten und stationären Bereich. Zusätzlich werden die Programme verstärkt, welche die Übertragung des HIV/AIDS-Virus von der Mutter auf das Kind mit signifikantem Erfolg reduziert. Gemeinsam mit lokalen Gesundheitszentren wird letztlich die kontrollierte und verantwortungsvolle Abgabe von antiretroviralen Medikamenten aufgebaut.