Bewilligungen November 2014

25'000 Franken für ein Berufsbildungszentrum Centre de Formation Liweitari, Benin

Das Centre de Formation Liweitari ist eine private, von Spenden getragene Ausbildungsstätte am Rande der Stadt Natitingou der Republik Benin. Es finanziert sich u.a. durch den Verkauf eigener Produkte und über Spenden des Vereins Liweitari in der Schweiz. Der angefragte Geldbetrag wird für den Bau von weiteren Gebäuden wie Schulzimmer, Lehrerzimmer, Archiv, Maurerhalle und Lehrlingsunterkünfte sowie den dazugehörigen sanitären Anlagen genutzt. Vorrang hat ein Gebäude für die Elektrikerausbildung, um Schulungsmaterial, welches von der Gewerbeschule Will SG gespendet wurde, so rasch wie möglich installieren zu können.

50'000 Franken für reproduktive Basisgesundheit und umfassende Fistelbehandlung, Bangladesch

Ziel des Hilfswerks ist es in Äthiopien, Afghanistan und Bangladesch die hohe Muttersterblichkeit zu senken und geburtsbedingte Verletzungen zu verhindern. Mit dem angefragten Geldbetrag werden in Parbatipur, Bangladesch, elf Geburtskliniken mit einem dazugehörigen Basisgesundheitssystem aufgebaut. Die Ausbildung des Gesundheitspersonals ist dabei zentral. Um alle beteiligten Akteure zu vernetzen und zu fördern, wird mit lokalen politischen Verantwortungsträgern, staatlich ausgebildeten Gesundheitskräften und lokalen Gemeinschaften zusammen gearbeitet. So soll das Gesundheitssystem umfassend gestärkt werden und soll nach dreieinhalb Jahren zum grossen Teil von der lokalen Bevölkerung getragen werden.

10'000 Franken für Zugang zur Grundschule für Waisen und Kinder aus ärmsten Verhältnissen in Adjumani, Uganda

Eine bessere Ausbildung schafft Perspektiven und ermöglicht ein Durchbrechen der Armutsspirale. Ziel des Projekts UgandaKids ist es 500 Waisen und Kindern aus ärmsten Verhältnissen das Absolvieren der Vor- und Primarschule zu ermöglichen. Geschlecht, Religion und Herkunft spielen bei der Aufnahme keine Rolle. Durch ausgewogene Ernährung, gute hygienische Standards und medizinische Betreuung soll die Lernfähigkeit der Kinder zusätzlich gefördert werden. Die Schulverwaltung wird laufend professionalisiert und durch Weiterbildung gestärkt. Ausarbeitung und Aufbau von Massnahmen zur Steigerung der finanziellen Selbständigkeit der Schule werden angestrebt.

20'000 Franken für den Neubau eines Kinderhort mit Küche, sanitären Anlagen und fliessend Wasser, Südafrika

Ein Grossteil der Bevölkerung im Ort Kalbaskraal ist arbeitslos und täglich auf Arbeitssuche. Um den Kindern des Dorfes Schutz und Betreuung zu bieten, baut die Organisation Hand in Hand Afrika einen Kinderhort mit zwei Klassenzimmern, Tischen Bänken, einer Küche mit fliessend Wasser und Strom, sanitären Anlagen mit Anschluss an das öffentliche Kanalisationssystem, sowie einen kleinen Spielplatz. Der Neubau wird aus Backstein und Beton auf einem soliden Fundament errichtet. Mindestens zwei der betreuenden Frauen erhalten eine Ausbildung zur Spielgruppenleiterin. Durch den Bau eines neuen Kinderhorts wird gewährleistet, dass sich die Kinder an einem sauberen und sicheren Ort aufhalten und zudem gesund und ausgewogen ernährt werden.

50'000 Franken für Produzentinnen organisieren sich, Nicaragua

Mit der Unterstützung des Frauenprojekts von Brücke Le Pont haben Kleinbäuerinnen im Departement Masaya in den letzten Jahren die Ernährung ihrer Familien durch diversifizierte Landwirtschaft gesichert. Sie konzentrieren sich auf die in der Region vorhanden Früchte Jocote und Tamarinde. Zusammen mit Händlerinnen und Verkäuferinnen schöpfen die Produzentinnen Möglichkeiten aus, um das wachsende Marktpotenzial zu nutzen. Sie haben sich in Kooperativen organisiert, verarbeiten die Tamarinde und verbessern die Qualität des Produktes. Für die Jocote werden neue Absatzmärkte erschlossen.

30'000 Franken für die Förderung der sozialen und wirtschaftlichen Eingliederung von Jugendlichen, Burkina Faso

Im Bildungssystem von Burkina Faso herrschen starke Unterschiede im Hinblick auf Regionen, sowie den Geschlechtern. Die Analphabetenquote bei Mädchen liegt durch nicht Besuchen der Schule bei 70 %. Enfants du Monde ermöglicht Kindern und Jugendlichen einen verbesserten Zugang zur Bildung und fördert die Qualität einer guten Bildung. Das Projekt richtet sich an 430 Kinder und Jugendliche zwischen 9 und 15 Jahren, davon mindestens 50% Mädchen, und ermöglicht ihnen die Fortsetzung ihrer Ausbildung an einer staatlichen Schule oder die Eingliederung in das Berufsleben.

7'500 Franken für Lehrgänge zur Ausbildung im Kunsthandwerk Stickerei, Vietnam

Lepra ist von der sozialen Indikation her eine Armutskrankheit. Mit der fünfmonatigen Stickerei-Ausbildung, bei der jeweils 15 junge Frauen teilnehmen können, soll die wirtschaftliche Eigenständigkeit und soziale Lage der Teilnehmerinnen, sowie deren Familien nachhaltig verbessert werden. Nach erfolgreichem Abschluss erhält jede Teilnehmerin ein Set mit Arbeitsmaterialien, damit erhöhen sich ihre Chancen erheblich eine Arbeitsstelle zu finden oder selbständig Aufträge auszuführen. Ein weiteres zentrales Ziel ist die gesellschaftliche Integration der Auszubildenden.

25'000 Franken für die ländliche Entwicklung durch Milchverarbeitung im nördlichen Hochland, Peru

In sehr abgelegenen Gegenden auf fast 3000 m.ü.M leben arme Bauernfamilien. Aufgrund von oft sehr schlechten Strassenverhältnissen oder fehlenden Transportmitteln, verderben ihre Milch und der Frischkäse bevor sie diese auf dem Markt in Küstenregionen verkaufen können. Hauptziel dieses Programms sind die Aus- und Weiterbildung der lokalen Käserinnen und Käser in der Milchverarbeitung, insbesondere der Herstellung von Halbhart- und Hartkäse, um ihre Waren haltbarer zu machen. Zudem wird der Auf- und Ausbau der Infrastrukturen der lokalen Käsereien gefördert, sowie der Zugang zu Vermarktungskanälen zu Küstenstädten Perus verbessert.

30‘000 Franken für die Unterstützung von Kindern, Jugendlichen und Familien in einem der ärmeren Quartieren in Maracay, Venezuela

Der ehrenamtliche Verein Jardin Humano hilft Kindern, Jugendlichen und Familien aus armen Verhältnissen in ihrer Entwicklung Mittels Programmen in Sport, Kultur, ausserschulischer Erziehung und Gesundheitsvorsorge. Er gibt Starthilfe zur Schaffung von Verdienstmöglichkeiten und erteilt Kleinkredite und Stipendien. Die Kriminalität im Quartier hat sich verringert und die Kinder und Jugendlichen welche an Aktivitäten und Projekten teilnehmen werden auf ihr Rechte und Pflichten in der Gesellschaft vorbeireitet, in der sie ohne Abhängigkeit vom Staat oder der Stiftung bestehen sollen.

25'000 Franken für die Wasserfassung im Dorf Gurgeniani, Georgien

Das Dorf Gurgeniani liegt im Süden des grossen Kaukasus. Die Wasserversorgung der 1‘200 Dorfbewohner mit sauberem Trinkwasser ist oft unterbrochen, was besonders bei Kindern häufig zu Infektionskrankheiten führt, da infiziertes Brunnenwasser getrunken wird. Im beantragten Projekt soll die Wasserfassung saniert und eine nachhaltige Verbesserung der Trinkwasser-Versorgung sichergestellt werden. Einwohner haben die „Gurgeniani Village Water Partnership“ gegründet und übernehmen die Sanierung und den Unterhalt der Wasserfassung. Künftig soll nicht mehr permanent improvisiert und auf Hilfe des Staates gehofft werden, sondern man will technisch nachhaltig sanieren. Die Bauleitung erfolgt durch die Fachleute der Partner-NGO „Green Movement of Georgia“, welche bereits viele ähnliche Projekte realisiert hat.

20'000 Franken für den Schutz und die Stärkung der lokalen Menschenrechtsorganisationen und Verteidigerinnen, Guatemala

Das Langzeit-Projekt in Guatemala dient dazu die Organisationen und Menschenrechts Verteidigerinnen (MRV) durch die Präsenz internationaler Freiwilligenteams zu schützen und die Menschrechtslage international zu beobachten. Anwältinnen, Frauen, Bauern und indigene Gemeinschaften nehmen hier einen wichtigen Platz ein. Sie sind die wichtigsten Akteure, um die Konflikte und Probleme öffentlich anzusprechen. Zudem sind sie ein wichtiges Bindeglied, um gewaltfreie Konfliktlösung basierend auf internationalen Normen und Konventionen bekannt zu machen.

40'000 Franken für EAPPI – Freiwillige Friedensarbeit in Palästina und Israel, Palästina

Das Ziel von EAPPI (Ecumenical Accompaniment Programme in Palestine and Israel) ist es, Palästinenserinnen und Israelis in ihrem gewaltlosen Engagement für Frieden und Menschenrechte zu unterstützen und durch weltweite Öffentlichkeitsarbeit zu einem Ende des Konflikts und zu einer Friedenslösung beizutragen. Durch ihre Präsenz an Orten, die oft von Übergriffen betroffen sind, tragen die internationalen Beobachterinnen, sogenannte Ecumenical Accompaniers (EAs) zum Schutz der Zivilbevölkerung bei. Ziele unter anderem sind Vorfälle von Gewalt und Menschenrechtsverletzungen zu minimieren und den Zugang zu natürlichen Ressourcen wie Land und Wasser sowie zu grundlegenden Leistungen wie Beschäftigung, Gesundheit und Bildung in Gebieten zu ermöglichen, in denen Zivilpersonen von Verletzungen der Menschenrechte und des humanitären Völkerrechts betroffen sind.

15'000 Franken für Nothilfe von Opfern sexueller Gewalt in Nord und Süd Kivu, Demokratische Republik Kongo

Die Weltorganisation gegen Folter (OMCT) ist die grösste internationale Koalition aller Nicht-Regierungsorganisationen (NGO) im Kampf gegen Folter, Hinrichtungen, Entführung und weiteren Straftaten. Das Hauptziel des Projekts ist es Opfern von sexueller Gewalt eine partielle oder vollumfängliche Behandlung ihres Gesundheitszustandes zu bieten (Psychotherapie-Sitzungen, chirurgische Eingriffe, medizinische Behandlungen), betroffene Kinder werden entsprechend betreut um weiterhin die Schule besuchen zu können.

30‘000 Franken für die Unterstützung notleidender Palästinenserkinder, Libanon

Die gemeinnützige, parteipolitisch und konfessionell unabhängige Organisation hat das Ziel palästinensische Kinder in den Flüchtlingslagern im Libanon und in den besetzten Gebieten Westjordanland und Gaza zu unterstützen. Die Hilfe konzentriert sich auf die Bereiche Erziehung und Ausbildung und arbeitet mit Organisationen vor Ort zusammen unter dem Motto „Hilfe zur Selbsthilfe“. Rein religiöse oder fundamentalistisch orientierte Institutionen werden grundsätzlich nicht unterstützt, da grosser Wert auf eine säkulare und politisch neutrale Haltung gelegt wird. Das Projekt ermöglicht palästinensischen Kindern in Flüchtlingslagern im Libanon ab dem 3. Lebensjahr den Besuch eines politisch und konfessionell unabhängig geführten Kindergartens. Nebst pädagogischer Betreuung erhalten die Kleinkinder auch eine medizinische und zahnärztliche Grundversorgung sowie täglich eine gesunde Mahlzeit.

5'000 Franken für Hilfsgütertransport nach Boa Vista, Kap Verde

Der angefragte Betrag dient zur Mitfinanzierung eines Transports mit Spitalmaterial für das Spital auf der Insel Boavista, welcher von kapverdischen Angehörigen organisiert wurde, die in der Region Basel leben. Beim Material handelt es sich um ausgemustertes Material des Universitätsspitals, des Felix Platter Spitals, des Addulam, der Bardusch AG und der Praxis Dr. Faesch. Das Material (u.a. Liegebetten, Rollstühle, Schränke, Ultraschallgerät) ist bestimmt für das Centro do Saude in Sal-Rei, welches die medizinische Versorgung für die gesamte Insel sicherstellt.

20'000 Franken für die Rehabilitation von Personen mit einer körperlichen Behinderung, Burkina Faso

Das Projekt hat zum Ziel, die Mobilität behinderter Menschen durch die wieder angepasste funktionelle Rehabilitation zu verbessern. Es bietet eine Gesamtbetreuung an, die aus Heilgymnastik, der Herstellung orthopädischer Geräte und orthopädischen Operationen besteht. Begünstigt sind die allerärmsten und auf der Strasse lebenden Menschen von Burkina Faso. Jährlich werden mindestens 500 Patienten behandelt. Die chirurgischen Operationen werden im Rahmen gemeinschaftlicher Kurzmissionen von Teams durchgeführt, die teils aus europäischen und teils aus burkinischen Ärzten zusammengesetzt sind.

30'000 Franken für den Ausbau der unterstützungsbedürftigen Antyodaya Schule im Süden Nepals, Nepal

Seit Anfang 2013 unterstützt Children First eine stark heruntergekommene Schule im Süden Nepals, die Antyodaya Indigenous Boarding School in Chitwan. Deren Schüler gehören der stark marginalisierten Bevölkerungsgruppe der Chepang an, welche allmählich zu verschwinden droht. Insgesamt sind rund 200 Schüler an dieser Schule eingeschrieben; viele leben im dazugehörigen Hostel. Mit der Unterstützung der Schule erhofft sich Children First, diese Gruppe über den Bereich der Bildung hinaus auch im Alltag und vor allem in ihren Rechten zu stärken. Um gegen den aktuellen Platzmangel der Schule anzukommen und dringend benötigte Räume zu schaffen, will CF die Schule um ein Stockwerk, d.h. vier grosszügige Räume erweitern.

20‘000 Franken für Bildung für Arme statt arme Bildung, Nicaragua

Die Analphabetismusrate beträgt in Nicaragua 22% und bis 2008 verliessen jährlich mehr als 100‘000 schulpflichtige Kinder vorzeitig die Schule. Die durchschnittliche Schulzeit beträgt knapp 5 Jahre und lediglich 25% beenden die Primarschule. Daneben besteht grosser Handlungsbedarf in Bezug auf die Bildungsqualität. Eine Weiterentwicklung hin zu aktuellen pädagogischen Unterrichtsformen ist dringend nötig. Mit der Befreiungspädagogik gibt es dazu auch ein mehrjähriges, auf den kulturellen und sozialen Kontext angepasstes Lehr- und Lernkonzept, das von der Partnerorganisation Fe y Alegría, welche 32 Bildungszentren führt, systematisch weiter entwickelt wurde. Das Projekt wurde vom Kanton Basel-Stadt bereits im Jahr 2010 mit CHF 20‘000.00 unterstützt und fokussiert sich bis Ende 2014 auf die Unterrichtsqualität in Mathematik.

10‘000 Franken für die nachhaltige Stärkung der menschlichen Sicherheit und der Rechtssicherheit in den begleiteten Gemeinschaften, Kolumbien

Kolumbien ist gefangen im ältesten Guerillakrieg Lateinamerikas. Hintergrund des Konflikts ist der Zugang zu Land und natürlichen Ressourcen. Peace Watch Switzerland beobachtet und begleitet bäuerliche Gemeinschaften, die in einem Landkonflikt stehen und sich gewaltfrei für ihre verfassungsmässigen Rechte einsetzen. Die Präsenz der freiwilligen Menschenrechtsbeobachtern von PWS gewährt den Begleiteten Schutz und Sicherheit , um den Anspruch auf ihre Lebensgrundlage – das Land, das sie bebauen – geltend zu machen, Mechanismen für den Selbstschutz zu entwickeln und den Einsatz für ihre Rechte voranzutreiben. Ziel ist die nachhaltige Sicherung der Lebensgrundlage dieser Gemeinschaften und ihre Teilhabe am Friedens- und Konfliktlösungsprozess in Kolumbien.

20‘000 Franken für die Infrastruktur einer psychotherapeutischen Klinik, Ghana

Der Verein Mental Health Care Adumasa ist ein von Psychiatern und Medizinern gegründeter Schweizer Verein, welcher psychisch beeinträchtigten Menschen in Ghana den Zugang zu Psychotherapie ermöglichen möchte. Das Angebot in Ghana ist dafür sehr begrenzt, meist nicht erschwinglich und westlich dominierte Ansätze sind oft nicht in lokale, soziale und kulturelle Systeme integriert. Das Mental Health Care Centre Adumasa möchte eine Modellrolle spielen und für Menschen mit psychologischer Beeinträchtigung entsprechende Angebote schaffen. Der Betrieb der Klinik soll im Januar 2015 aufgenommen werden, dazu sind noch einige bauliche Massnahmen notwendig.

25‘000 Franken für die Ausbildungsstätte Jugendlicher des Gemeinschaftszentrums Raduloc, Kosovo

Gemeinsam mit der Caritas Umbrien hat ein italienisches Ehepaar das Gemeinschaftszentrum in Raduloc Kosovo gegründet. Jungen, wenig gebildeten Menschen soll eine Zukunft ermöglicht werden, insbesondere den Jugendlichen des Wohnheims und den 200 begleiteten jungen Leuten aus armen Familien der Gegend. Im Atelier des Gemeinschaftszentrums erlernen die Jugendlichen grundlegende Arbeiten, wie z.B. Ackerbau, Gemüsebau, Viehwirtschaft, Metzgerei, Bäckerei –Konditorei und Haushalt, um auf diese Weise für sich und ihre künftige Familie als Selbstversorger die Verantwortung übernehmen zu können. Mit dem ersuchten Geld werden als nächstes das Atelier Bäckerei- Konditorei, sowie das Atelier Metzgerei mit diversen Gerätschaften und Mobiliar ausgestattet.

30‘000 Franken für den Neubau der Schulbibliothek und des Lehrerzimmers, Mbengue bei Edéa, Kamerun

Der Verein Give A Chance wurde 2010 von Studierenden der Universität Basel gegründet. Ziel des Vereins ist es jungen Mensch in Afrika eine Chance auf Bildung, individuelle Entwicklung und persönlichen Erfolg zu geben. Das Hilfsprojekt hat den Neubau einer Schulbibliothek und eines Lehrerzimmers zum Ziel. Das Neubauprojekt soll analog der im Februar 2014 geleisteten Sanierung des Hauptgebäudes ausgeführt werden. Das Team von Give A Chance steht in engem Kontakt mit der Schweizer Botschaft und den Delegierten des Schulwesens in Kamerun.

45‘000 Franken für die Gesundheitsgrundversorgung, Demokratische Republik Kongo

Die Demokratische Republik Kongo gehört nach dem Welthunger-Index zu dem am stärksten von Hunger betroffenen Ländern der Welt und bis zu 70% der Bevölkerung haben keinen Zugang zu medizinischen Einrichtungen. Aufgrund des desolaten Gesundheitszustandes des Landes, führt mission 21 in Zusammenarbeit mit dem ortsansässigen SSC (Service de Santé Communautaire) ein mehrjähriges Projekt durch, um zur Verbesserung der Gesundheitsversorgung der Bevölkerung im Kwago beizutragen. Die Hauptaktivität des Projekts konzentriert sich auf präventive und kurative Medizin, Massnahmen im Bereich Hygiene und Weiterbildung des medizinischen Personals. So kann ein Beitrag zur Reduktion der epidemischen Krankheiten wie Malaria, HIV/Aids und Tuberkulose geleistet und vor allem zur Verbesserung der allgemeinen Gesundheitsversorgung von Frauen und Kindern beitragen werden. Jährlich nehmen etwa 30‘000 Menschen die medizinische Leistung der SSC in Anspruch.

35‘000 Franken für Knowhow und Technologietransfer von Früchtetrocknern, Burkina Faso

Das Ökozentrum engagiert sich seit über zehn Jahren erfolgreich und kontinuierlich für den Einsatz und Ausbau erneuerbarer Energiesysteme und Energieeffizienz in Entwicklungsländern im Bereich der Nahrungsmittelproduktion. Das vorliegende Projekt zielt darauf ab, eine lokale Herstellung von energieeffizienten Wärmepumpen-Früchtetrocknern in Burkina Faso zu etablieren und dadurch die Energieeffizienz in der Früchtetrocknung zu steigern. Ausserdem können durch eine Qualitätssteigerung der Produkte die Einkommensverhältnisse der Angestellten verbessert werden. Projektpartner in Burkina Faso ist das Bio- und Fair Trade-Unternehmen Gebana Afrique, welches mit seinen 180 Mitarbeitern und den Einbezug von rund 1200 Bauern biologische Nüsse und Trockenfrüchte produziert.

25‘000 Franken für die Stärkung von weiblichen Führungskräften in Uttarakhand, Indien

Die Stützpfeiler des Hunger Projekts beruhen immer auf dem Prinzip „Hilfe zur Selbsthilfe“. Das Hungerprojekt Indien engagiert sich in sieben Staaten. Das eingereichte Projekt konzentriert sich auf den Staat Uttarakhand. Die Armut und Ungerechtigkeit im ländlichen Indien sind massiv. Das Projekt hat zum Ziel, Frauen-Vertreterinnen in die lokale Regierung zu integrieren um ihre politischen Führungsfähigkeiten auszubauen und das Frauenrecht so zu fördern. Damit soll die Basisdemokratie in Uttarakhand gestärkt werden. Das Hunger Projekt fördert die Frauen mit Führungsworkshops, agiert als Schnittstelle bei Treffen mit Regierungsvertretern und organisiert Medienworkshops für die Frauen.

20‘000 Franken für die lokale Wirtschaftsförderung durch Schutz der Meeresschildkröten, Guatemala

Las Mañanitas ist ein Fischerdorf an der Küste von Guatemala. Die 300 Einwohner haben bisher hauptsächlich vom Fischfang gelebt, welcher jedes Jahr weniger einträgt. Was bisher die nachhaltige Entwicklung am meisten behindert, ist die für die Ernährung direkte Abhängigkeit der Bevölkerung von einer nicht nachhaltigen Nutzung der natürlichen Ressourcen: Fischfang, Verkauf der Schildkröteneiern, Abholzung der Mangrovenwälder. Das Projekt hat zum Ziel, die Bevölkerung zu befähigen touristische Dienstleistungen zu offerieren, auf der Basis der natürlichen Ressourcen, welche ihre Umgebung noch besitzt: Meeresschildkröten, Mangrovenwälder mit einer grossen Anzahl Vogelarten, Wale, Delfine und andere Meerestiere, welche eine grosse Anziehung auf Touristen ausüben. Um 100% der Schildkröteneier zu schützen, wird ein provisorisches Gehege erbaut, sowie WC-, Dusch und Umkleideanlagen für die internationalen Besucher erstellt. Die Bevölkerung wird für die touristischen Dienstleistungen ausgebildet, um die mit der Gemeinde entwickelten Tourismuspakete anbieten zu können. Das übergeordnete Ziel des Projektes ist es, die Natur zu schützen und doch genügend Einkommen für die Bevölkerung zu generieren, um ein neues nachhaltiges Touristenziel an der Südküste von Guatemala zu erschliessen.

35‘000 Franken für den Bau einer Zirkustrainingshalle in San Isidro de El General, Costa Rica

Longo Maï betreibt seit 35 Jahren südlich von San Isidro ein Projekt für Flüchtlinge aus El Salvador und landlose Bauern von Costa Rica. Die Akteure des eingereichten Projekts sind die vielen Freiwilligen und Praktikanten für Sozialarbeit der Fachhochschule Bern, welche mit den Kindern und Jugendlichen von San Isidro Spiele, Theater, Akrobatik, Jonglage und anderen Bereichen der Zirkuskunst. Eines der wichtigsten Ziele des Projektes, ist der Kampf gegen den Schulabbruch. In den Wohnvierteln der Kinder und Jugendlichen gibt es eine sehr hohe Schulabbruchquote und praktisch keine Kontrollen durch die Behörden. Longo Maï geht davon aus, dass für die Kinder der Zirkus in kürzester Zeit zur Lieblingsbeschäftigung wird und eine der Regeln ist: „Zuerst die Schule und dann der Zirkus!“ Damit soll ein Verbleiben im öffentlichen Bildungsprozess und ein Fernhalten von den in diesen Wohnvierteln stark vorhandenen Gefahren des Drogenkonsums und des Abgleitens in die Kriminalität erreicht werden.

30‘000 Franken für kleinbäuerliche Existenzsicherung dank nachhaltiger Wassernutzung, Peru

Die Wasserprobleme in Peru sind gewaltig, 98% der Gesamtregenmenge fällt im spärlich besiedelten Hinterland. Durch das Projekt sollen mit Hilfe von einheimischen Handwerkern 100 Kleinbewässerungsanlagen hergestellt werden um den ortsansässigen Bauern einen ganzjährigen Zugang zu Wasser für ihre landwirtschaftliche Produktion zu ermöglichen. Zusätzlich sollen 45 Trinkwasserbrunnen errichtet werden, die der Erschliessung von Grundwasser für Mensch und Tier dienen. Durch das Projekt sollen sich die Bauernfamilien neues Wissen aneignen für den sparsamen Umgang mit Wasser, sowie die technische Handhabung der Bewässerungsanlagen erlernen.

20‘000 Franken für Weiterbildung in sozialen Berufen sowie Integration von Roma-Familien, Bosnien Herzegowina

Die Situation der Roma-Bevölkerung ist in Bosnien-Herzegowina noch immer sehr prekär. Viele haben keinen Zugang zu Arbeit, medizinischer Versorgung oder Bildung. Schätzungen zu Folge beenden nur 30% aller Roma-Kinder die Grundschule. In bestimmten Roma-Siedlungen steigt die Arbeitslosigkeit bis auf fast 100%, so dass die Familien oft nur durch Betteln, Prostitution oder Abfallentsorgung überleben können. Durch das eingereichte Projekt erhalten Armut- und gewaltbetroffene Roma-Kinder und Roma-Frauen psychosoziale Unterstützung, so dass sie besser in die Schule und Gemeinde integriert sind. In einer zweiten Projektkomponente werden Berufspersonen aus psychologischen und sozialpädagogischen Berufen weitergebildet, damit sie ihre Klientinnen und Klienten professionell begleiten können.

30‘000 Franken für den Ausbau der Entminung und die Instandhaltung der technischen Entminungsgeräten, Bosnien-Herzegowina

Die Stiftung Digger ist eine nicht gewinnorientierte Organisation mit Sitz in Tavannes im Berner Jura. Sie fördert technologische Hilfsprojekte im Bereich der humanitären Minenräumung. Etwa 540‘000 Menschen in Bosnien und Herzegowina sind direkt von der Präsenz von Landminen und anderen explosiven Überresten des Krieges betroffen. Ziel des Projektes ist es im ersten Jahr 400‘000 bis 500‘000 m2 Land zu entminen und mindestens 700‘000 m2 Fläche an die Bevölkerung zurück zu geben. Um diese Ziele zu erreichen, wird die lokale Bevölkerung von Digger Mitarbeitern im Umgang mit den Entminungsmaschinen geschult.

30‘000 Franken für Frauen- und Bauerngruppen pflanzen verbessertes Saatgut und eiweisshaltige Gemüsesorten gegen Hunger an, Demokratische Republik Kongo

Die Organisation Fastenopfer leistet keine materielle Hilfe, sondern setzt auf die gemeinsame Erarbeitung von Lösungen vor Ort. Das Projektgebiet ausserhalb der Hauptorte Tshumbe und Lodja ist sehr abgelegen. Dementsprechend ist es nur zu Fuss oder mit dem Motorrad erreichbar. Die Ernährungslage der lokalen Bevölkerung ist prekär. Die Zielsetzung des Projektes ist die Einführung und Multiplizierung von angepasstem, verbessertem Saatgut für Maniok, Mais, und Reis, sowie das Verbreiten von neuen eiweisshaltigen Gemüsesorten wie Bohnen oder Linsen. Fische werden vermehrt gezüchtet und die Kleintierhaltung verbessert. Ein weiterer Projektpunkt ist die Einführung von Saatgutbanken und Ersparniskassen. Begünstigte Personen sind 4‘000 Frauen und Männer der christlichen Basisgemeinde oder Frauen- und Bauerngruppen.

15‘000 Franken für ein Fahrzeug für benachteiligte Mädchen und junge Frauen, welche in Kinshasa auf der Strasse leben, Demokratische Republik Kongo

Für viele Kinder und Jugendliche in Kinshasa ist der Schulbesuch aufgrund der grossen Armut nicht selbstverständlich. Viele von ihnen brechen die Schule vorzeitig ab und verbringen den Tag auf der Strasse. Vor allem Mädchen und junge Frauen haben in dieser Situation keinerlei Möglichkeit die Perspektivlosigkeit hinter sich zu lassen und verdienen sich ihren Lebensunterhalt in der Prostitution. Unter der Leitung einer Ordensschwester engagiert sich ein Team von 10 Personen im Wohn- und Bildungszentrum V.T.A, wo die Mädchen und jungen Frauen eine solide Ausbildung erhalten. Zudem bietet das Zentrum auch psychologische Unterstützung an und leitet Familienzusammenführungen in die Wege. Das alte Fahrzeug der Schwestern ist kaum mehr fahrtauglich und sollte dringend ersetzt werden durch einen Geländewagen, der den ungeteerten Strassen des Armenquartiers auch während der Regenzeit gewachsen ist.

20‘000 Franken für Medizinische Checks für Schulkinder in Kolkata, Indien

Die gemeinnützige Stiftung Calcutta Projekt Basel wird von Studierenden der Universität Basel auf freiwilliger Basis getragen. Seit über 20 Jahren betreibt die Stiftung Entwicklungszusammenarbeit im medizinischen Bereich. Laut letzten Volkszählungen lebt rund ein Drittel der Stadtbevölkerung von Kolkata in Slums. Die Kinder in diesen Elendsvierteln haben kaum Zugang zur medizinischen Grundversorgung und werden kaum über alltägliche Hygiene, eine ausgewogene Ernährung oder AIDS aufgeklärt. Ein Ziel des Projektes ist es die medizinische Grundversorgung für möglichst viele Schulkinder in den Slums von Kolkata zu gewährleisten. Den Kindern soll die Möglichkeit geboten werden kostenlos ärztliche Beratung und Untersuchungen in Anspruch zu nehmen. Neben kurativer Behandlung ist die Präventionsarbeit ein weiterer wichtiger Teil des Projektes. Neben der Aufklärung der Kinder werden auch die Lehrer und Eltern in das Programm miteinbezogen, um das Bewusstsein für Gesundheitsrisiken und vorbeugende Massnahmen möglichst breit fördern zu können.