Bewilligungen September 2015

9'600 Franken für die Unterstützung der Universität Alecu Russo, Moldawien (Dr. Thomas Wilhelmi)

Die staatliche Universität Aleku Russo liegt im Norden der Republik Moldau. Gegenwärtig können 5‘000 Studierende in den Bereichen Bildung, Politik, Wissenschaft und Wirtschaft ausgebildet werden. Die Universität leidet stark unter den Auswirkungen der Wirtschaftskrise in Moldawien und kann den Anforderungen für die Ausstattung von Unterrichtsräumen, Studentenheimen und der Bibliothek nicht mehr gerecht werden. Universitäten erhalten in Moldawien sehr geringe staatliche Unterstützung und müssen aus diesem Grund Studiengebühren erheben, welche für viele Familien nicht bezahlbar sind. Mit dem angefragten Geldbetrag möchte man Lehrmittel beziehen, Studierenden Stipendien bezahlen und Dozenten Fortbildungen ermöglichen.

40'000 Franken für Türkisch-Sprachkurse für syrische Flüchtlinge im schulpflichtigen Alter, Türkei (RET)

Die Türkei beherbergt 1,7 Millionen syrische Flüchtlinge, von denen 80 Prozent in den städtischen Gebieten mit begrenztem Zugang zu Dienstleistungen seitens der türkischen Regierung leben. Mehr als 50 Prozent der syrischen Flüchtlinge sind Kinder und der Zugang zu Bildung für schulpflichtige Kinder und Jugendliche gestaltet sich schwierig. Ab 2015 sieht das türkische Bildungssystem vor, syrische Flüchtlinge im schulpflichtigen Alter im Bildungssystem zu integrieren. Um den Eignungstest zu bestehen, müssen die Kinder über die nötigen Türkisch-Grundkenntnisse verfügen. Ziel des Projektes ist es, zusammen mit einem speziell ausgebildeten Lehrerteam den syrischen Flüchtlingskindern die türkische Sprache beizubringen und ihnen so die Möglichkeit zu bieten, sich im türkischen Alltag zu integrieren und die Möglichkeit einer Zukunft in der Türkei zu schaffen.

30'000 Franken für die bauliche Erneuerung des Star Mountain Rehabilitation Center, Palästina (Herrenhuter Sozietät Basel)

Das Star Mountain Rehabilitation-Zentrum befindet sich in Ramallah, Palästina, und ist eine Non-Profit-Organisation, welche sich seit 1981 auf die Rehabilitierung, Ausbildung und Sensibilisierung von Leuten mit einer Behinderung spezialisiert ist. Das Star Mountain Rehabilitations-Zentrum ist ein Tageszentrum, in welchem 70 Studierende mit einer geistigen Behinderung fünf Tage die Woche diverse Programme besuchen. Mit dem angefragten Geldbetrag möchte man die diversen Räumlichkeiten des sechzig-jährigen Zentrums baulich erneuern.

20'000 Franken für den Schulhaus-Neubau in Tesoro, Guatemala (PROBIGUA)

Das Dorf El Tesero liegt in den Anden von Guatemala, die Bewohner sind indigenen Ursprungs und leben von der Landwirtschaft mit Zuckerrohrfeldern und Gummiplantagen. 50 Prozent der erwachsenen Einwohnerinnen und Einwohner sind Analphabeten. Momentan teilen sich 62 Sekundarschüler ein Schulzimmer. Mit dem angefragten Geldbetrag möchte man ein Tele-Sekundarschulhaus, bestehend aus vier Schulzimmern und vier Toiletten, bauen. Das Baugrundstück gehört der Gemeinde und die Lehrer werden vom Erziehungsministerium bezahlt, somit entstehen keine wiederkehrenden Kosten nach Abschluss der Bauarbeiten. Ein längerfristiges Ziel des Projektes ist es, eine Bibliothek mit Computern zu errichten sowie den Bibliotheksbus zu unterhalten.

40'000 Franken für Solarstrom für fünfzig Gesundheits-Zentren, Äthiopien (Sahay Solar)

Die Region Gamo Gofa liegt im Südwesten von Äthiopien mit Grenzen zu Kenia und Süd-Sudan. Basierend auf den bisherigen Aktivitäten der Organisation Sahay Solar, wurde im April 2015 mit der lokalen Regierung sowie mit der Arba Minch University eine Kooperation zur Installation von autarken (off-grid) Solaranlagen in insgesamt fünfzig Gesundheitszentren vereinbart. Diese Gesundheitszentren versorgen eine Bevölkerung von zwei Millionen Menschen. Neben der unmittelbaren Stromversorgung der Gesundheitszentren wird der nicht genutzte Strom sowohl zur Basisversorgung, als auch zur Gründung von kleinen Unternehmen wie z.B. Frisör oder Kino zur Verfügung gestellt. Bis 2018 werden 35 Gesundheitszentren elektrifiziert und ermöglichen so einen 24 Stunden-Betrieb mit Kühlboxen für Medikamente, Heisswasser, Licht und Strom für diverse Gerätschaften.

30'000 Franken für die Unterstützung von Kindern und Familien in einem armen Quartier in Maracay, Venezuela (Jardin Humano)

Der ehrenamtliche Verein Jardin Humano hilft Kindern, Jugendlichen und Familien aus armen Verhältnissen in ihrer Entwicklung mittels Programmen in Sport, Kultur, ausserschulischer Erziehung und Gesundheitsvorsorge. Er gibt Starthilfe zur Schaffung von Verdienstmöglichkeiten und erteilt Kleinkredite und Stipendien. Die Kriminalität im Quartier soll sich dadurch verringern und die Kinder und Jugendlichen, welche an Aktivitäten und Projekten teilnehmen, werden auf ihre Rechte und Pflichten in der Gesellschaft vorbereitet, in der sie ohne Abhängigkeit vom Staat oder der Stiftung bestehen sollen.

50'000 Franken für die Stärkung der Gesundheitsversorgung und Ausbildung von Hebammen und Pflegefachfrauen, Afghanistan (Women’s Hope International)

In den Gesundheitseinrichtungen der 16 Distrikte der Provinz Kanur in Afghanistan herrscht ein grosser Mangel an weiblichem Pflegefachpersonal und Hebammen. Durch das Projekt werden 61 junge Frauen zu Hebammen, bzw. Pflegefachfrauen, ausgebildet. Während einer zweijährigen Intensivausbildung erhalten sie innerhalb des Schulareals fundierten Theorieunterricht und lernen durch Praktika in den Kliniken den Berufsalltag kennen. Nach ihrem Abschluss kehren die Absolventinnen in ihre jeweiligen Distrikte zurück, um dort ihre Arbeit in den lokalen Gesundheitsposten aufzunehmen.

30'000 Franken für Bildung für Jugendliche aus Armenquartieren, Kolumbien (Horyzon)

Seit 60 Jahren leidet Kolumbien an seinem internen Konflikt, an dem Regierungskräfte, Paramilitärs, Guerillas und kriminelle Organisationen beteiligt sind. Rund um die grossen Städte Kolumbiens entstanden grosse Armenviertel, wo besonders Jugendlichen jegliche Perspektive fehlt. Mangelnde Arbeits- und Ausbildungsplätze, Kriminalität, schlechte Gesundheits-bedingungen und Ausschluss aus politischen Prozessen führen dazu, dass junge Menschen sich den bewaffneten Gruppierungen anschliessen. Um diesen Kreislauf zu durchbrechen, ist die Organisation Horyzon in den Slums aktiv. Das Programm bezweckt eine ganzheitliche Ausbildung von sozial und wirtschaftlich benachteiligten Jugendlichen in den Bereichen Gesundheit, wirtschaftliche Eigenständigkeit und ziviles Engagement als Hilfe zur Selbsthilfe.

30‘000 Franken für das Sozialbegleitungsprogramm la Bellota, Kolumbien (Stiftung Presencia)

In den von Kriminalität gebeutelten Armenvierteln Medellins prägen Arbeitslosigkeit und Vernachlässigung den Alltag der Kinder. Die Eltern sind meist nicht in der Lage, die Schulgebühren zu bezahlen und viele Kinder brechen die Schule vorzeitig ab. Das kolumbianische Schulsystem hat keine Mittel, um schlechte Schüler zu fördern. Ziel der Sozialbegleitung ist es, die Kinder und Jugendlichen bis zum Abschluss einer Berufsausbildung zu begleiten, zu unterstützen und zu fördern. Die ErzieherInnen bauen zu jedem einzelnen Projektbegünstigten eine Beziehung auf und fördern in den wöchentlich stattfindenden Gruppenaktivitäten ihre sozialen Kompetenzen. Unterstützung wird in den Bereichen Schulbildung, Gesundheitsförderung und Familienarbeit geboten.

20'000 Franken für den Schutz und die Stärkung lokaler Menschenrechts-Organisationen, Guatemala (PBI Peace Brigades International)

Das Langzeit-Projekt in Guatemala dient dazu, die Organisationen und Menschenrechts- Verteidigerinnen (MRV) durch die Präsenz internationaler Freiwilligenteams zu schützen und die Menschrechtslage international zu beobachten. Anwältinnen und Anwälte, Bäuerinnen und Bauern und indigene Gemeinschaften nehmen hier einen wichtigen Platz ein. Sie sind die wichtigsten Akteure, um die Konflikte und Probleme öffentlich anzusprechen. Zudem sind sie ein wichtiges Bindeglied, um gewaltfreie Konfliktlösung basierend auf internationalen Normen und Konventionen bekannt zu machen.

40'000 Franken für Sounds of Palestine, Palästina (Katharina Werk)

Sounds of Palestine ist ein Musik-Sozialprojekt für Kinder in zwei Flüchtlingslagern in Palästina. Rund 150 Kinder erhalten an mehreren Tagen in der Woche mehrstündigen Musikunterricht, wobei besonders Wert auf die Stärkung der sozialen Kompetenzen und das Selbstvertrauen der Kinder gelegt wird. Derzeit werden die Instrumente Geige, Cello, Kontrabass, Blockflöte und Darbouka unterrichtet, das Angebot an Instrumenten wird in den nächsten Jahren langsam erweitert. Der Unterricht ist für Kinder kostenlos und die Instrumente werden ohne Gebühren zur Verfügung gestellt. Nach dem erfolgreichen Aufbau des ersten Musikschul-zentrums sollen weitere Zentren an anderen Standorten in Palästina eröffnet werden.

40'000 Franken für das Projekt gegen Kinderarbeit im Bereich des Goldwaschens, Senegal (Association AccEd)

Westafrika ist reich an Bodenschätzen, vor allem Gold und Eisen. 50 Prozent der Bevölkerung von Senegal sind unter achtzehn Jahren, Kinderarbeit in den Goldmienen und die daraus resultierende Ausbeutung, stellen ein grosses Problem dar. Da die Arbeit in einer Miene praktisch die einzige Einnahmequelle darstellt, arbeitet praktisch jedes arbeitsfähige Familienmitglied, somit auch Frauen und Kinder, in den Goldmienen. Ein grosser Teil der Kinder hat daher keine Möglichkeit die Schule zu besuchen oder sie schliessen höchstens die Grundschule ab. Hauptziele der Organisation sind, den Kindern eine pädagogische Alternative zu bieten, die Kinderarbeit zu überwachen und so Ausbeutung entgegen zu wirken sowie den Familien zu einer wirtschaftlichen Alternative zu der Arbeit in den Mienen zu verhelfen.

30'000 Franken für Grundversorgung Gesundheit, Demokratische Republik Kongo (Mission21)

Die Demokratische Republik Kongo gehört nach dem Welthunger-Index zu den am stärksten von Hunger betroffenen Ländern der Welt, und bis zu 70 Prozent der Bevölkerung haben keinen Zugang zu medizinischen Einrichtungen. Aufgrund des desolaten Gesundheitszustands des Landes, führt mission 21 in Zusammenarbeit mit dem ortsansässigen SSC (Service de Santé Communautaire) ein mehrjähriges Projekt durch, um zur Verbesserung der Gesundheitsversorgung der Bevölkerung im Kongo beizutragen. Die Hauptaktivität des Projekts konzentriert sich auf präventive und kurative Medizin sowie Massnahmen im Bereich Hygiene und Weiterbildung des medizinischen Personals. So kann ein Beitrag zur Reduktion der epidemischen Krankheiten, wie Malaria, HIV/Aids und Tuberkulose, geleistet und vor allem zur Verbesserung der allgemeinen Gesundheitsversorgung von Frauen und Kindern beigetragen werden. Jährlich nehmen etwa 30‘000 Menschen die medizinische Leistung der SSC in Anspruch.

15‘000 Franken für Internationale Menschenrechtsbeobachtung, Honduras (Peace Watch Switzerland)

2009 wurde in Honduras der gewählte Präsident Manuel Zelaya durch einen Militärputsch abgesetzt. Das verarmte zentralamerikanische Land ist seither deutlich unsicherer geworden. Die Organisation PROAH begleitet in Honduras Organisationen, bäuerliche Gemeinschaften und MenschenrechtsvertreterInnen, die sich für die Respektierung der Menschenrechte und Einhaltung der verfassungsmässigen Rechte einsetzen und deswegen bedroht werden. Die Menschenrechtsbeobachtung und -begleitung erfolgt durch internationale Freiwillige. Die Organisation dokumentiert lokale Prozesse und Vorfälle und erstellt Berichte, die sie nationalen und internationalen Organisationen zur Verfügung stellt.

40'000 Franken für Landkauf für die Nivaclé-Manjui, Paraguay (Stiftung für indianische Gemeinschaften)

Der Chaco ist eine riesige Flussebene, die den Westen Paraguays prägt und weit hinein nach Argentinien und Bolivien reicht. Etwa sieben Kilometer von der Westgrenze der Kolonie Neuland entfernt steht das Dorf Yacacvash. Dort leben etwa 55 Familien, die der Gemeinschaft der Nivaclé-Manjui angehören. Das Ziel der Organisation ist die Sicherung von Land als Existenzgrundlage für die indigene Bevölkerung in Paraguay. Die Stiftung kauft das von den indigenen Gemeinschaften benötigte Land – vorzugsweise Wald – dort, wo die paraguayische Regierung aus rechtlichen oder finanziellen Gründen ausserstande ist, auf die Bedürfnisse der Indigenen einzugehen. Durch die Beiträge zur Landbeschaffung sollen die Lebensbedingungen von indigenen Gemeinschaften verbessert und Raum für ihre Selbstbestimmung geschaffen werden. Zugleich wird ein Beitrag zur Erhaltung und nachhaltigen Nutzung grösserer Waldflächen geschaffen.

30'000 Franken für Wasser, sanitäre Anlagen und Hygiene in Schulen, Nepal (Schweizerisches Rotes Kreuz)

Nepal gehört zu den ärmsten Ländern der Welt und der Grossteil der Bevölkerung lebt unterhalb der Armutsgrenze. Eine Studie der Organisation Rotes Kreuz Schweiz hat ergeben, dass 91 Prozent der öffentlichen Schulen in Nepal zwar über sanitäre Einrichtungen verfügen, aber die meisten nicht funktionsfähig sind. Die funktionellen Anlagen werden von Lehrern und Mitarbeitern genützt und sind für die Kinder nicht zugänglich. Das Abwassersystem der meisten Schulen ist nicht funktionstüchtig und nur ein geringer Teil verfügt über separate Toiletten für Mädchen und Frauen. Das übergeordnete Ziel des Projektes ist es, den Gesundheitszustand der Schüler und deren Familien zu verbessern. Mit dem angefragten Geldbetrag möchte man den Zustand der sanitären Anlagen an 34 Grundschulen verbessern, Zugang zu sicherem Trinkwasser ermöglichen und ein intaktes Abwassersystem errichten. 

30'000 Franken für Apotheken-Überwachung, Madagaskar (Pharmaciens sans Frontières Suisse)

Das Strassennetz in Madagaskar ist in einem sehr schlechten Zustand, was erklärt, warum grosse Gebiete sehr isoliert sind und ein Grossteil der Bevölkerung keinen Zugang zu medizinischer Versorgung hat. Mit dem angefragten Geldbetrag möchte die Organisation in vier Gesundheitszentren die Gesundheitsversorgung für ungefähr 50‘000 Menschen aus den Armenvierteln verbessern. Die Medikamentenverfügbarkeit sowie deren Qualität  sicherstellen, die Lagerbestände an Medikamenten optimieren und das Apothekenpersonal professionell schulen. 

30‘000 Franken für eine verbesserte Gesundheitsversorgung, Bangladesch (Swisscontact)

Eine der grössten Herausforderung für die ländliche Bevölkerung in Bangladesch ist der Zugang zu guten Gesundheitsleistungen. Die Organisation Swisscontact leistet mit dem vorliegenden Projekt einen wichtigen Beitrag zur Verbesserung der Gesundheitsversorgung in drei ländlichen Distrikten. Dazu wird das lokale Angebot eines zweijährigen Ausbildungskurses für Gesundheitskräfte gefördert. Diese medizinische Grundausbildung befähigt die Absolventinnen und Absolventen, einfache und häufig auftretende Krankheiten zu behandeln, Schwangerschaften professionell zu begleiten und Geburtshilfe zu leisten. Dadurch tragen sie massgebend zur Verbesserung der Gesundheit der ländlichen Bevölkerung bei.

25‘000 Franken für den Aufbau nachhaltiger Aquakultur-Kleinbetriebe zur Armutsbekämpfung, Sansibar (marinecultures.org)

Die Küstenregion Sansibars ist einem hohen Bevölkerungsdruck ausgesetzt. Nebst Fischfang, einfacher Landwirtschaft und Gelegenheitsjobs auf Tagesbasis, bestehen kaum Einkommensmöglichkeiten für die lokale Bevölkerung. Ziel der Organisation marinecultures.org ist die Verbesserung der Lebensqualität in Küstenregionen. Massnahmen wie nachhaltiges, ökologisches Aquafarming können einen wesentlichen Beitrag zur Erhaltung des natürlichen Gleichgewichtes leisten und eröffnen der lokalen Bevölkerung alternative Einkommensquellen. Die Aquakultur-Projekte generieren Arbeitsplätze mit dem Ziel schnellstmöglicher Selbständigkeit. Durch ökologisches Aquafarming profitieren vom Meer abhängige Regionen von einer stabileren Nahrungsmittelversorgung, gesundem Wirtschaftswachstum sowie von einer Verringerung des Drucks auf die Umwelt und bedrohte Wildbestände. 

25‘000 Franken für Faire Arbeit für LandarbeiterInnen und StrassenhändlerInnen, Nicaragua (Solidar Suisse)

Ungefähr 65 Prozent der Werktätigen in Nicaragua arbeiten im informellen Sektor. Sie sind Marktfrauen, Strassenhändler, TortillabäckerInnen, Taxifahrer oder Handwerker. Das grösste Problem sind fehlende soziale Absicherung, fehlender Schutz an ihren Arbeitsorten und mangelnde Ausbildung sowie Anerkennung der Qualität ihrer Arbeit. Generell gehören LandarbeiterInnen und StrassenhändlerInnen zu den wirtschaftlich schwächsten Gruppen in Nicaragua. Die Organisation unterstützt die zuständigen Gewerkschaften bei Rechtsberatungen, in der Informations- und Öffentlichkeitsarbeit zu Arbeitsrechten, im Sozialdialog mit Arbeitsgebern und dem Staat sowie bei Aus- und Weiterbildungen für ihre Mitglieder. Besonders Frauen und Jugendliche werden gefördert.  

30‘000 Franken für HIV/Aids und Tuberkulose Behandlungen für die ländliche Bevölkerung in drei Distrikten, Zimbabwe (SOLIDARMED)

Zimbabwe liegt im südlichen Afrika, die Bevölkerung in ländlichen Gebieten leben vor allem von Landwirtschaft und Viehzucht. Das Gesundheitssystem Zimbabwes steht vor grossen Herausforderungen. Besonders in den ländlichen Gebieten fehlt es an qualifiziertem Personal, Infrastruktur und Ausstattung der ländlichen Gesundheitszentren verkommen. Zimbabwe ist eines der Länder, das weltweit am stärksten von der doppelten Epidemie durch HIV/Aids und Tuberkulose betroffen sind. Das Projekt hat zum Ziel, der Bevölkerung von drei ausgewählten Distrikten den Zugang zu qualitativ guten Dienstleistungen zur Vorbeugung, Diagnose und Behandlung von HIV/Aids und Tuberkulose an allen Gesundheitseinrichtungen zu ermöglichen.

40‘000 Franken für Herstellung und Verteilung von energieeffizienten Kochern, Madagaskar (ADES)

Jährlich verschwindet auf Madagaskar Wald in der Grösse des Kantons St. Gallen. Das Holz wird von der Bevölkerung als Brennholz zum Kochen verwendet. Dadurch gehen der Lebensraum von Tieren und Pflanzen und die Lebensgrundlagen der Menschen verloren. Der 2001 gegründete Verein ADES hat zum Ziel, den Einsatz von Solarkochern, energieeffizienten Kochmethoden und anderen Möglichkeiten der Sonnenenergienutzung und erneuerbaren Energien in Madagaskar zu fördern, um so Lebensräume zu erhalten, Abholzung wertvoller Wälder zu vermeiden und die Armut zu bekämpfen. Mit dem angefragten Geldbetrag möchte man 3910 Energiesparkocher in Umlauf bringen, die AnwenderInnen im Umgang schulen und die Öffentlichkeit für energieeffiziente Kochmethoden sensibilisieren.

22‘400 Franken für Trocknen und Räuchern leicht gemacht – verbesserte Verfahren in der Fischverarbeitung, Senegal (CEAS)

In Kafountine sind rund 300 Pirogen verzeichnet, die jährlich über 30‘000 Tonnen frischen Fisch an Land holen. Die Verarbeitung von diesen Fischereiprodukten durch Trocknen und Räuchern schafft über 3‘000 Arbeitsplätze. Diese Verarbeitung, ein einfaches Mittel den Fisch zu konservieren, werfen grosse organisatorische Probleme in Bezug auf Hygiene und  Ausrüstung auf. Im Hinblick auf die Hygiene ist besonders zu beanstanden, dass die Trockenanlagen vor Ort nicht gedeckt sind, so dass kein Schutz gegen Insekten oder bakterielle Kontaminierung besteht. Mit dem angefragten Geldbetrag möchte man zum einen neue und effiziente Solar-Trockenanlagen anschaffen, so dass Verluste reduziert und ein höherer hygienischer Standard garantiert werden können. Zum anderen sollen mit verbesserten Räucheranlagen, die weniger Holz verbrauchen, die Baumbestände geschont werden. Beide Anlagen werden von ortsansässigen Handwerkern, welche speziell geschult werden, errichtet.

20‘000 Franken für Jugendliche nehmen ihre Zukunft in die Hand (Brücke Le Pont)

El Salvador gehört zu den Ländern mit der höchsten Mordrate weltweit. Vor allem in der Hauptstadt San Salvador leiden auch die Kinder und Jugendlichen unter der verbreiteten Gewalt. Viele geraten in den Sog der Jugendbanden (maras), die Schrecken und Terror verbreiten, für viele Jugendliche aber eine neue Heimat werden. Ihnen fehlen vor allem eine berufliche Ausbildung sowie Arbeits- und Verdienstmöglichkeiten. Viele Jugendliche flüchten vor diesem Umfeld und suchen ihr Glück im Ausland, vorwiegend in den USA. Das Projekt widmet sich zwei Hauptzielen: Auf der einen Seite erhalten die Jugendlichen die Möglichkeit, in relativ kurzer Zeit einen Berufskurs zu absolvieren, und auf der anderen Seite werden sie dabei unterstützt, eine Arbeitsstelle zu finden oder sich selbständig zu machen. In Zusatzangeboten können die Jugendlichen ihre Selbst- und Sozialkompetenzen verbessern und lernen mit Konflikten umzugehen sowie Instrumente der Gewaltprävention anzuwenden.

300‘000 Franken für HIV/AIDS Projekt in Ifakara, Tansania (Swiss TPH)

Der Kanton Basel-Stadt unterstützt langfristig den Aufbau und Betrieb der HIV/AIDS Klinik (Chronic Desease Clinic Ifakara, CDCI), welche sich für die lückenlose Betreuungskette mit Prävention, HIV-Tests, HIV-Therapien wie auch Langzeitbetreuung einsetzt. Das laufende Projekt hat im Rahmen des nationalen Programmes die Sicherung der HIV/AIDS-Behandlung und Prävention zum Ziel, einschliesslich der konsolidierten Integration der Tuberkuloseabteilung im ambulanten und stationären Bereich. Zusätzlich werden die Programme verstärkt, welche die Übertragung des HIV/AIDS-Virus von der Mutter auf das Kind mit signifikantem Erfolg reduziert. Gemeinsam mit lokalen Gesundheitszentren wird letztlich die kontrollierte und verantwortungsvolle Abgabe von antiretroviralen Medikamenten aufgebaut.