Bewilligungen April 2018

20’000 Franken für das Projekt „Orthopädieprojekte für Kinder und Vergessene“, Vietnam, Asien (Green Cross)

Schätzungen zufolge werden in Vietnam  jährlich etwa 3500 Kinder geboren, deren Körperbehinderung auf den Einsatz von Agent Orange (Chemiewaffe) während des Vietnam-Krieges zurückzuführen ist. Dieses  reichert sich in der Nahrungskette an und führt zu Schäden im menschlichen Erbgut. In Vietnam haben nur Kriegsveteranen Anspruch auf eine vom Staat finanzierte medizinische Handlung. Andere Behinderte müssen ihr Leben ohne diese Hilfe bewältigen, werden gesellschaftlich ausgegrenzt und erhalten deshalb kaum eine Chance auf Ausbildung und  Arbeit. Armut und prekäre Lebensbedingungen sind die Folgen. Ziel des Projektes ist, eine nachhaltige Verbesserung der Lebensbedingungen der Betroffenen durch orthopädietechnische Massnahmen zu erreichen. Sie erhalten Rehabilitationen, Operationsvorbereitungen oder werden mit der Anpassung von Prothesen und Orthesen unterstützt.

20’000 Franken für das Projekt „New Little Fingers Educare“, Südafrika, Afrika

In Atlantis, einem Vorort von Kapstadt, herrscht grosse Armut. Der Ursprung reicht zurück bis ins Jahr 1970, als während des Apartheitsregimes versucht wurde, die nicht weisse Bevölkerung aus der Metropole zu verdrängen. So entstanden in der Peripherie Blechhütten-Siedlungen, in denen die Familien bis heute leben. In einer dieser Siedlungen droht die Schliessung eines einfachen Kindergartens mit 28 Kindern aus ärmsten Verhältnissen. Ziel des Projektes ist es, den Neubau des Kindergartens fertigzustellen. Dies bedeutet unter anderem, ihn an das öffentliche Strom und Wassernetz anzuschliessen, damit in der neu errichteten Küche die Kinder mit einer warmen Mahlzeit pro Tag versorgt werden können.

30’000 Franken für das Projekt „Pour que la plus grande pharmacie du monde reste toujours de garde“, Madagaskar, Afrika (Pharmaciens sans Frontières Suisse)

Die Region Mahajanga auf Madagaskar leidet unter einem starken Mangel an Strasseninfrastrukturen, was extrem isolierte Gebiete zu Folge hat. In diesen Gebieten haben grosse Teile der Bevölkerung keinen Zugang zu medizinischer Versorgung. Zudem ist jedes zweite Kind unterernährt. Ziel des Projektes ist, die Verfügbarkeit wichtiger Generikamedikamente in drei Regionen für die arme Bevölkerung zu gewährleisten. Konkret sollen die Mittel dafür eingesetzt werden, die Qualität der verteilten Medikamente zu garantieren und einen minimalen Vorrat vor Ort anzulegen. Zudem sollen das Personal in den Verteilstellen professionell geschult und die Organisation in den Kliniken verbessert werden.
 

30’000 Franken für das Projekt „Mütterabteilung im Caritas Baby Hospital in Bethlehem“, Israel, Asien (Kinderhilfe Bethlehem)

Das Caritas Baby Hospital in Bethlehem wurde vor über 60 Jahren gegründet und wird von der Kinderhilfe Bethlehem, einem gemeinnützigen Verein mit Sitz in Luzern, betrieben. Alle Kinder erhalten unabhängig ihrer sozialen Herkunft oder Religion die bestmögliche Betreuung. Die Zielgruppe sind Kinder sowie deren Mütter und Familien aus dem südlichen Westjordanland, zwischen Bethlehem und Hebron. Für Mütter gibt es eine eigene Abteilung, in der sie mit ihrem erkrankten Säugling medizinische Betreuung, Beratungen und Gesprächsstunden erhalten. Ziel des Projektes ist, das Beratungsangebot für Frauen mit Kindern auszubauen und somit die Frauen zu fördern und sozial zu stärken, was später der ganzen Familie zugutekommt.

40’000 Franken für das Projekt „Verbesserte Hygienebedingungen und innovative Wassernutzung zur Förderung der Gesundheit“, Äthiopien, Afrika

Äthiopien ist ein bevölkerungsreiches Land, welches aufgrund wiederkehrender Dürreperioden insbesondere in ländlichen Gebieten mit einer ungenügenden Wasserversorgung und wasserbezogenen Krankheiten konfrontiert ist. Hierzu gehört die Krankheit Trachom, eine bakterielle Entzündung des Auges, welche zur Erblindung der betroffenen Menschen führt. Das Projekt bezweckt die Verbesserung der Lebensbedingungen von Einwohnern in Ost-Hararghe, insbesondere von Kindern. Ziele des Projektes sind die Verbesserung der Hygienepraktiken in 160 Schulen mit rund 92‘000 Schülerinnen und Schülern, die Reduktion der Trachom-Prävalenz in Ost-Hararghe, die Einrichtung von sanitären Anlagen in weiteren 17 Schulen und die Umsetzung eines Gartenbau-Projektes in drei Schulen.

30’000 Franken für das Projekt „Safe Parks für syrische Flüchtlingskinder im Libanon“, Libanon, Asien (Schweizerische Stiftung des internationalen Sozialdienstes)

Der Libanon zählt 6,6 Mio. Einwohner. Davon waren Ende Juni 2017 über eine Million syrische Flüchtlinge. Laut UNICEF sind 500’000 der syrischen Flüchtlinge im Libanon Kinder. Ziel ist es, mit dem Aufbau von 15 sogenannten „Safe Parks“ in allen Regionen des Libanon nachhaltig den Frieden zu fördern und die Kinder zu schützen. In jedem Park werden wöchentlich mindestens 250 Kinder betreut. Konkret erhalten die Kinder durch geschulte Animatoren die Möglichkeit, in friedlichen Verhältnissen das Spielen zu erlernen und Freundschaften zu knüpfen. Zusätzlich wird die Ausbildung von Animatoren unterstützt, damit jeder Safe Park über genügend Fachkräfte verfügt.

50’000 Franken für das Projekt „Ending Child Marriage“, Bangladesch, Asien (Women’s Hope International)

Bangladesch hat eine der höchsten Raten der Kinderheiraten weltweit und die höchste in Südasien. Gemäss UNICEF wurde über die Hälfte aller Mädchen, die heute zwischen 20 und 24 Jahre alt sind, verheiratet bevor sie 18 Jahre alt waren. Jedes sechste Mädchen war jünger als 15 Jahre. Ziel des Projekts ist, die Mädchen mental zu stärken und Gemeinschaften zu sensibilisieren und zu mobilisieren. Konkret werden im Rahmen des Projektes ausgewählte junge Frauen (sogenannte Change Agents) fachlich geschult, um die Gesellschaft für das Thema zu sensibilisieren und Handlungsmöglichkeiten zur Verhinderung von Kinderehen aufzuzeigen. Die Change Agents organisieren etwa „Hochzeits-Crashergruppen“, um bei illegalen Hochzeiten eingreifen zu können oder Theatergruppen, um die Gesellschaft zu sensibilisieren. Zudem engagiert sich die Organisation für die Anpassung der geltenden Gesetze und Regelungen bezüglich Kinderehen.

50’000 Franken für das Projekt „Psychosoziale Unterstützung und Trauma-Arbeit mit südsudanesischen Flüchtlingen in Uganda“, Afrika (SAD)

Mit dem Zusammenbruch des Friedensabkommens aus dem Jahr 2015 hat der Bürgerkrieg im Südsudan eine gefährliche neue Dimension angenommen. Angetrieben von neu ausgebrochenen Kämpfen, schrecklichen Gewalttaten, Trockenheit und die dadurch verursachte Hungersnot, stieg die Gesamtzahl der Flüchtlinge, die aus dem Sudan fliehen mussten, im Februar 2017 auf 1,5 Mio. Menschen. Ziel des Projektes ist, in den Flüchtlingslagern in Uganda ein spiel- und sportbasiertes Programm umzusetzen und die Flüchtlinge bei der Bewältigung ihrer traumatischen Erlebnisse und ihres Alltages zu unterstützen. Konkret planen und organisieren 16 Coaches in acht Flüchtlingslagern wöchentliche Sport- und Spielaktivitäten für Frauen und Kinder.  

50’000 Franken für das Projekt „Armutsbekämpfung und Umweltschutz Phase 2“, Togo, Afrika (Vétérinaires sans Frontières Suisse) (Projekt und Unterstützungsbeitrag für zwei Jahre)

Obwohl sich Togo nach Jahrzehnten der Diktatur vorsichtig öffnet und die Wirtschaft wächst, haben sich die Lebensbedingungen der Einwohner kaum verbessert. Besonders von grosser Armut und Unterernährung betroffen sind die ländlichen Gebiete im Norden des Landes. Der togolesische Staat hat Mühe, erklärte Naturschutzzonen zu schützen. Diese Situation bedroht einerseits den Lebensraum und die Artenvielfalt, andererseits birgt dieser Umstand auch grosses Konfliktpotential für die ländliche Bevölkerung. In einer ersten Projektphase ist es gelungen, den Druck auf das Naturschutzgebiet zu verringern und rund 2’400 Menschen für den Umweltschutz zu sensibilisieren. Die Lebensbedingungen der Bevölkerung im Norden Togos rund um den Abdoulaye-Wald sollen nun weiter verbessert und der Schutz der Artenvielfalt gewährleistet werden. Konkret erhalten rund 950 sesshafte Kleinbauern und ihre Familien technische Beratung in der land- und viehwirtschaftlichen Produktion sowie Unterstützung in der Produktvermarkung. Diese Kleinbauern profitieren im Weiteren von einem verbesserten Wasserzugang, welcher auch die Lebensbedingungen von weiteren 900 nomadischen Viehzüchtern verbessert.

30’000 Franken für das Projekt „Driving Doctors“, Syrien, Asien (Stiftung Johannes Paul ll.)

Die Zeltsiedlungen im Libanon und in den Grenzgebieten Syriens sind sehr einfach gehalten. Das Risiko von Krankheiten aufgrund der ungenügenden Infrastruktur, der Nässe und kalten Temperaturen in den Zelten ist gross. Ziel des Projektes ist es, die immensen gesundheitlichen und hygienischen Probleme zu reduzieren und die Lebensumstände der Familien und Kinder zu verbessern. Dies erfolgt durch den Einsatz eines mobilen Ärztebusses, in welchem regelmässige ärztliche Sprechstunden für die Flüchtlingskinder und ihre Familien in den Zeltsiedlungen und armen Wohngebieten angeboten werden können. So ist es möglich, für rund 2‘000 Familien in den Zeltsiedlungen ärztliche Sprechstunden, Impfkampagnen, Gesundheitskurse sowie vor- und nachgeburtliche Untersuchungen durchzuführen.

20’000 Franken für das Projekt „Aufbau von 273 Parzellen mit Biolandbau sowie Kleintierzucht in elf Gemeinschaften, 2. Etappe mit 132 Parzellen“, Ecuador, Lateinamerika (Fundacion Suiza Para Los Indigenas del Ecuador)

Die elf Gemeinschaften liegen im Hinterland von Ambato auf rund 3’000 bis 3’500 m ü. M. Die durchschnittlichen Tagestemperaturen betragen vier bis 18 Grad Celsius. Aufgrund des rauen Klimas beschränkte sich bisher der Anbau auf Kartoffeln, Bohnen und Mais in Monokultur. Charakteristisch für diese Gegend sind ein hoher Grad an Armut, mangelnde Ausbildung, geringe Produktivität und Unterernährung bei Kindern. Ziel des Projekts ist, den zweiten Teil der 273 Parzellen zu realisieren, um so den verfügbaren Boden dank diversifizierteren und biologischen Anbaus mit Gemüse produktiver zu nutzen und zusätzlich eine integrierte Kleintierzucht aufzubauen. Mit der Durchführung von Workshops lernen die Familien nachhaltig mit der Natur umzugehen und kann die Selbstversorgung verbessert werden.

20’000 Franken für das Projekt „Bienen für JungunternehmerInnen“, Äthiopien, Afrika (Biovision)

Die Mehrheit der Bevölkerung im Dehana Bezirk betreibt eine Subsistenzwirtschaft mit Vieh- und Ackerbau. Die zunehmend schwierigen klimatischen Bedingungen und die Übernutzung der natürlichen Ressourcen (v.a. Abholzung) machen das Leben auf diesem Land sehr hart. Das führt dazu, dass junge Leute die ländlichen Regionen verlassen, um in der Stadt nach Arbeit zu suchen. Aufgrund der ländlichen Abwanderung und des grossen wirtschaftlichen Potentials der Bienenhaltung möchte die regionale Regierung die Honigproduktion fördern. Ziel des Projektes ist, dieses Bestreben mit Fachwissen und -kräften zu unterstützen. Konkret sollen rund 300 Personen (davon die Hälfte Frauen), die arbeitslos oder frische Schulabgänger sind, in das Projekt einzubeziehen. 30 Gruppen mit je zehn Personen erhalten von der Lokalregierung Land für den Aufbau von Imkergärten und sollen bei der Einrichtung von entsprechenden Anlagen zur Verarbeitung der Bienenprodukte unterstützt werden. Für den Bau der Bienenkästen werden vor Ort Schreiner ausgebildet. Zudem bauen die Gruppen ihre eigenen Marktplätze für den lokalen Absatz ihrer Produkte auf.

30’000 Franken für das Projekt „Ausbildung in Automechanik für benachteiligte Jugendliche“, Brasilien, Lateinamerika (Brücke Le Pont)

Piaui ist der zweitärmste Bundesstaat Brasiliens. Auf der Suche nach Arbeit migrieren viele Familien von ländlichen Gebieten in die Hauptstadt Teresina. Trotzdem herrscht hier eine grosse Arbeitslosigkeit, weil die meisten Jugendlichen keine Ausbildung besitzen und aufgrund des schlechten Bildungssystems auch keine Aussicht auf eine Ausbildung haben. Durch die fehlenden beruflichen Qualifikationen finden sie keine Stelle und rutschen in eine Perspektivlosigkeit ab. Die Folgen davon sind hohe Kriminalität und Drogensucht. Im Armenquartier „Grande Socopo“ bietet das Projekt benachteiligten Jugendlichen eine Ausbildung in Automechanik und damit eine Chance für eine Erwerbstätigkeit. Nach der Berufsbildung werden die Jugendlichen bei der Stellensuche unterstützt. Die Ausbildung beinhaltet die Lehre der Automechanik, theoretisch und praktisch, inklusive eines Praktikums in einer Werkstatt.

20’000 Franken für das Projekt „Sichere Nahrung für 10'000 Menschen in Guinea-Bissau“, Afrika (SWISSAID)

Guinea-Bissau leidet unter regelmässigen politischen Unruhen, die das westafrikanische Land zu einem fragilen Staat macht und jegliche wirtschaftliche Entwicklung erschweren. Um die Gesamtbevölkerung von rund 1,7 Mio. Menschen ernähren zu können, müssen 80% des konsumierten Reises importiert werden. Für viele Menschen ist es äusserst schwierig, die Eigenversorgung zu sichern. Die Menschen im Projektgebiet leben vorwiegend von der Landwirtschaft. Die Erträge sind jedoch aufgrund des fehlenden Knowhows, überholter Bewirtschaftungsformen und geringen Investitionsmöglichkeiten (v.a. in Bewässerungsanlagen) viel zu gering, um die Familien das ganze Jahr über ausreichend zu ernähren. Ziel des Projektes ist die Erhöhung der Lebensqualität und Steigerung der Einkommen für die Menschen in 16 Dörfern durch die Verbesserung der Gemüseproduktion. Dies erfolgt durch eine Diversifizierung und Steigerung der Produktion, den Ausbau von Bewässerungsanlagen und die Züchtung von lokal angepasstem Saatgut.

15’000 Franken für das Projekt „Trinkwasserprojekt“, Kuba, Lateinamerika (Vereinigung Schweiz-Kuba)

Obwohl sich der kubanische Staat stark für den Zugang zu sauberem und qualitativ einwandfreiem Wasser engagiert, haben 21,7% der ländlichen Bevölkerung Kubas immer noch grosse Schwierigkeiten, an sauberes Trinkwasser zu kommen. Dieser Teil der Bevölkerung nutzt unsichere und qualitativ schlechte Wasserquellen. Das Risiko von durch Wasser übertragenen Krankheiten bleibt in den ländlichen Gebieten entsprechend hoch. Das Projekt begünstigt 55 ländliche Gemeinden mit einer Gesamtbevölkerung von rund 31’000 Personen in den östlichen Provinzen Kubas. Konkret werden die Mittel für die Installation von Keramikfiltern eingesetzt, um für die ländliche Bevölkerung den Zugang zu qualitativ gutem Trinkwasser gewährleisten zu können.

30’000 Franken für das Projekt „Meet – Train – Encourage “, Georgien, Osteuropa (Meet – Train – Encourage)

Die Lebenslage von Menschen mit Behinderung ist, vor allem in ländlichen Regionen Georgiens, katastrophal. Viele Familien verstecken ihr behindertes Kind vor der Öffentlichkeit. Es fehlen die medizinische Grundversorgung, therapeutische und psychologische Unterstützung für das Kind und auch die Eltern. Ziel des Projektes ist es, Mütter und Väter langfristig bei der Pflege und Therapie zu begleiten und mit verschiedenen Begegnungsanlässen Menschen zusammenzubringen, um Ängste und Vorurteile abzubauen. Pro Tour und Ort werden ca. 20 Elternpaare und 20 bis 25 behinderte Kinder aufgesucht und begleitet. Es wird praktisches Wissen vermittelt, damit die Eltern ihre Kinder selbständig pflegen können. Die Mütter und Väter werden ermutigt, ihre Kinder so zu fördern und zu begleiten, dass sie so weit als möglich ein selbstbestimmtes Leben führen und sich selber vertreten können.

10’000 Franken für das Projekt „Solarenergie für drei Schulen im Kongobecken“, Kamerun, Afrika (Solafrica)

Subsahara-Afrika zählt zu den Regionen der Welt, die am wenigsten Zugang zu Elektrizität haben. Zwei Drittel der Bevölkerung (rund 620 Millionen Menschen) leben ohne Stromanschluss. In Kamerun haben nur gerade 55% der Gesamtbevölkerung Zugang zu Strom. Auch die Schulen im Regenwald des Kongobeckens sind nicht an das öffentliche Stromnetz angeschlossen. Das Projekt bezweckt die Elektrifizierung dreier Schulhäuser. Der Solarstrom bringt Licht ins Klassenzimmer und ermöglicht den Betrieb von Computern und Druckern. Dadurch wird die Unterrichtsqualität wesentlich erhöht und die Bildungschancen der Kinder in der ländlichen Region erheblich verbessert. Mit Solaranlagen auf den Schulen wird zudem die lokale Bevölkerung für die Solarenergie sensibilisiert und eine Alternative zu den umweltschädigenden Dieselgeneratoren und Petrollampen aufgezeigt. Ebenso entsteht ein zentraler Treffpunkt im Dorf, wo Strom, Licht und ein Computer auch für ausserschulische Aktivitäten genutzt werden können.

 

50’000 Franken für das Projekt „Reintegration ehemaliger Kindersoldaten in Medellín“, Kolumbien, Lateinamerika (Vereinigung Don Bosco Werk)

Der jahrzehntelange bewaffnete Konflikt in Kolumbien hinterlässt mehr als sieben Millionen direkt betroffene Menschen, mehr als sechs Millionen wurden aus ihren Dörfern vertrieben, mehr als 220‘000 getötet. In den ländlichen Gegenden kennen mehrere Generationen nichts als Vertreibung, Krieg und Gewalt. In Cali und Medellín unterstützt die Don Bosco Jugendhilfe spezialisierte Einrichtungen für die Wiedereingliederung ehemaliger Kindersoldatinnen und Kindersoldaten. Das Programm richtet sich an Jugendliche zwischen 14 und 18 Jahren, die als Soldaten gedient haben. Sie gehörten bewaffneten Guerillagruppen oder kriminellen/paramilitärischen Banden an. Die meisten stammen aus ländlichen Gegenden und haben ihr Zuhause und ihre Familie bereits im Kindesalter verlassen, um sich diesen Gruppen anzuschliessen. Die Mehrheit verfügt für ihr Alter über ein sehr tiefes Bildungsniveau. Ziele des Projektes sind die gesellschaftliche und berufliche Eingliederung sowie die Verbesserung der Lebensumstände ehemaliger Kindersoldatinnen und Kindersoldaten. Sie sollen eine Grundausbildung erhalten und bestmöglich auf die Anforderungen des Arbeitsmarktes vorbereitet werden.

30’000 Franken für das Projekt „Bildungs- und Friedensförderungsprogramm im Boma“ Sudan, Afrika (TearFund Schweiz)

Der Südsudan kommt nicht zur Ruhe. Nach dem geplatzten Friedensabkommen brachen im Juli 2016 erneut Kämpfe aus, die bis heute andauern. Es gibt immer wieder aufflammende inter-ethnische Kämpfe und bewaffnete Viehdiebstähle. Ausserdem sind die Sicherheitsorgane nicht in der Lage, die Zivilbevölkerung angemessen zu schützen. All dies erschwert den Aufbau von lokalen und regionalen staatlichen Verwaltungs- und Bildungsstrukturen. Ziel des Projektes ist, rund 600 Kindern Zugang zur Primarschule und Zugang zu einem anerkannten Abschluss zu ermöglichen. Dadurch erhalten sie auch bessere Chancen auf dem Arbeitsmarkt. 52 freiwillige Lehrkräfte unterrichten an den Schulen. Zudem werden den lokalen Lehrkräften und Eltern in Ausschüssen die nötigen Kompetenzen vermittelt, um das vorhandene Bildungsangebot besser unterstützen und nutzen zu können.

25’000 Franken für das Projekt „Neubau einer Sekundarschule für Mädchen“, Tansania, Afrika (EEF equal education fund)

Die Anzahl der Schulen in Tansania hat in den letzten Jahren zugenommen, da die Regierung in den Schulhausbau investiert hatte. Doch das Bevölkerungswachstum ist dermassen gross, dass die Schulen nicht ausreichen, um die Anzahl neuer Schülerinnen und Schüler aufnehmen zu können. Die private St. Martin’s Girls Secondary School in Mbingu ist seit ihrer staatlichen Anerkennung im Jahr 2009 in einem alten provisorischen Gebäude untergebracht. Sie ermöglicht jungen Frauen in einem ländlichem Gebiet Zugang zu einer qualitativ guten Sekundarschulausbildung. Mit der wachsenden Anzahl Schülerinnen offenbarten sich jedoch die Limiten der provisorischen Einrichtung der Schule. Die sanitären Anlagen sind überlastet und das aktuelle Gebäude kann nicht ausgebaut werden. Unter dem neuen Präsidenten verschärfte die Regierung zudem die Anforderungen an die Infrastruktur nicht-staatlicher Schulen und bemängelte den Zustand der St. Martin’s Girls Secondary School. Mit dem Bau eines neuen Gebäudes auf einem anderen Gelände sollen die gesetzlichen Anforderungen erfüllt und die Qualität der Ausbildung verbessert werden.

20’000 Franken für das Projekt „Biogas Projekt in Iloilo“, Philippinen, Asien (Vivian Kiefer)

Auf den Philippinen ist die Abfallentsorgung und -behandlung sowie die vorherrschende Energieproduktion auf fossiler Basis ein Dauerproblem. Es wird meistens mit Flüssiggas (LPG) gekocht. Mit dem Ersatz von LPG durch Biogas kann einerseits ein wichtiger Beitrag zum Klimaschutz geleistet werden. Mit den Investitionen in Biogasanlagen können die armen Familien zudem erhebliche Kosten einsparen. Ziel des Projektes ist, 40 Biogasreaktoren in der Stadt Iloilo City auf der Insel Panay für ebenso viele Haushalte zu bauen und zu unterhalten. Dies entspricht 200-400 Personen. Zudem soll dem lokalen Gewerbe langfristig eine Geschäftsmöglichkeit eröffnet werden. Es werden lokale Arbeitsplätze geschaffen, eine neue Einkommensquelle wird generiert und die Bevölkerung darin geschult, die Anlagen zu betreiben, zu unterhalten und zu warten.

15’000 Franken für das Projekt „Unterstützung von Menschen mit einer kognitiven Beeinträchtigung“, Ecuador, Lateinamerika (Verein Etcétera)

Das Lern- und Kreativatelier TACAPAD befindet sich in der Stadt Cuenca im Süden Ecuadors. Hier erhalten rund zehn Jugendliche und junge Erwachsene mit einer Beeinträchtigung Betreuung und Ausbildung, in der sie ihre Rechte, ihre Möglichkeiten und ihre persönlichen Bedürfnisse besser kennen lernen. Sie bilden sich in ihrer Motorik, im künstlerischen, musischen Bereich und schulischen Wissen weiter und lernen, sich im öffentlichen Raum selbständiger zu bewegen. Ziel des Projektes ist, eine hochwertige und ganzheitliche Bildung und die Möglichkeit des lebenslangen Lernens zu gewährleisten. Darunter auch das Erlernen von Arbeitsprozessen, welche die Integration in den ersten Arbeitsmarkt begünstigen. Zusätzlich soll die lokale Bevölkerung für behindertenspezifische Themen sensibilisiert werden.

20’000 Franken für das Projekt „Weiterbildung von medizinischem Personal in Früherkennung von Lepra“, Vietnam, Asien (Verein Leprahilfe Vietnam)

Das nationale Programm zur Überwindung von Lepra hat in Vietnam beachtliche Erfolge erreicht, dennoch fehlt vor allem dem jüngeren medizinischen Personal die Kenntnisse bezüglich der inzwischen selten gewordenen Krankheit. Konkret sollen in vier eher abgelegenen Provinzen Weiterbildungen zur Behandlung von Leprapatienten für das medizinische Personal durchgeführt werden. Somit kann durch die Früherkennung der Krankheit innert kurzer Frist reagiert und die Betroffenen können frühzeitig behandelt werden. Mit dem angefragten Betrag möchte die Organisation die Weiterbildung des medizinischen Personals unterstützen und so nachhaltig dazu beitragen, dass die Krankheit in den noch betroffenen Gebieten ganz verschwindet.