Kooperation in der trinationalen Agglomeration

Die trinationale Agglomeration Basel ist ein Raum mit zwei Sprachen, der sich auf drei Länder erstreckt.

Die Dreiländerbrücke, welche die Städte Huningue und Weil am Rhein verbindet.
Die Dreiländerbrücke führt über den Rhein und verbindet die Städte Huningue und Weil am Rhein.

Für den Kanton Basel-Stadt als Zentrum, dessen Territorium zu rund zwei Dritteln an Deutschland und Frankreich grenzt, bildet die grenzüberschreitende Zusammenarbeit eine Selbstverständlichkeit. Gerade in Themen wie Raumordnung oder Verkehr ist eine einseitige Betrachtung ohne die trinationalen Partner undenkbar. Als Symbol dafür steht der EuroAirport Basel Mulhouse Freiburg.

Doch auch im Alltag der rund 830'000 Bewohnerinnen und Bewohner der Agglomeration verschwimmen die Landesgrenzen dieses funktionalen Raumes zunehmend. So pendeln viele über die Grenzen, um zu arbeiten, oder gestalten ihre Freizeit trinational, indem sie die Sehenswürdigkeiten der Nachbarn besuchen oder deren kulturelles und kommerzielles Angebot nutzen.

Institutionelle Zusammenarbeit

Längst ist die Kooperation in der Agglomeration zum festen Bestandteil in den Verwaltungen der Region geworden. Der 2007 gegründete Trinationale Eurodistrict Basel (TEB) widmet sich einerseits Raumplanungs- und Verkehrsthemen, andererseits rücken immer stärker auch die Zusammenarbeit in den Bereichen Energie und Umwelt, Bildung, Kultur und Bürgerbegegnung in den Vordergrund.

Gute Beispiele hierfür sind der TEB-Begegnungsfonds, die Basler Museumsnacht, trinationale Studiengänge und Zertifikate oder die vom TEB getragene Internationale Bauausstellung IBA Basel 2020, welche der Region mit verschiedenen baulichen Visionen neue Impulse geben soll. Das Agglomerationsprogramm Basel betreibt eine trinational abgestützte Verkehrsplanung, deren Umsetzung auch durch Fördergelder aus Bundesbern gefördert werden wird.