Basler Formationen am Zug zum Feuer

Hintergrundinformationen zu den Formationen

Alle Kutschen, Wagen und andere Fortbewegungsmittel, die im Zug zum Feuer mitfahren, stammen aus Basel und wurden in Basel erbaut. Basels berühmte Kutschenmanufakturen stellten um 1850 in erster Linie Kutschen für gutbetuchte Seidenbandhersteller und den Hochadel her.

1. Basler Fasnachtslaterne (Geschenk an Zürich)

Vom 13. bis 15. April 2018 können Besucherinnen und Besucher im Fasnachts-Zelt auf dem Lindenhof Künstler Christoph Knöll live beim Gestalten einer Fasnachtslaterne zuschauen. Die fertig gestaltete Fasnachtslaterne wird am «Zug zum Feuer» an vorderster Stelle des Basler Zugs zu sehen sein. Kurz nach 18 Uhr wird die Fasnachtslaterne auf dem Sechseläutenplatz von Regierungspräsidentin Elisabeth Ackermann der Regierung des Kantons Zürich als Gastgeschenk überreicht. Die Frontseite der Laterne zeigt die Verbundenheit der beiden Kantone.

2. 100 Basler Fasnächtler im Charivari

100 Fasnächtler im Charivari bilden die zweite Formation des Basler Zugs am «Zug zum Feuer». «Charivari» gibt den Fasnächtlern eine spezielle Kleidungsregelung vor. Es bedeutet, dass jeder ein beliebiges Fasnachtskostüm tragen darf. Die Zuschauerinnen und Zuschauer können also eine breite Palette an Basler Fasnachtskostümen bestaunen.

3. Basler Chaise «Glaibasler Sumpfdohle»

Zu den Basler Chaisen gehört die «Glaibasler Sumpfdohle». Chaisen-Fasnächtler erfreuen die Schaulustigen durch besonders schöne klassische, oft aber auch ausgefallene Kostüme. Sie verschenken an der Basler Fasnacht Mimosen und andere Blumen, Schleckereien, teilweise auch «Zeedel» sowie kleine Sujet-bezogene «Bhaltis».

4. Zug der Basler Zunftbanner

Bei der Formation «Zug der Basler Zunftbanner» können Zuschauerinnen und Zuschauer die Banner aller Basler Zünfte sehen (siehe Punkt 5).

www.zuenfte-basel.ch/de/znftegesellschaften

5. Hochgeachtete Meister der Basler Zünfte, Ehrengesellschaften, Vorstadtgesellschaften und Bürgerkorporationen 

Basler Zünfte:

 

  • E.E. Zunft zum Schlüssel
  • E.E. Zunft zu Hausgenossen
  • E.E. Zunft zu Weinleuten
  • E.E. Zunft zu Safran
  • E.E. Zunft zu Rebleuten
  • E.E. Zunft zu Brotbecken
  • E.E. Zunft zu Schmieden
  • E.E. Zunft zu Schuhmacher
  • E.E. Zunft zu Gerbern
  • E.E. Zunft zu Schneidern
  • E.E. Zunft zu Kürschnern
  • E.E. Zunft zu Gartnern
  • E.E. Zunft zu Metzgern
  • E.E. Zunft zu Spinnwettern
  • E.E. Zunft zum Goldenen Stern
  • E.E. Zunft zum Himmel
  • E.E. Zunft zu Webern
  • E.E. Zunft zu Fischern
  • E.E. Zunft zu Schiffleuten
  • E.E. Akademische Zunft

Ehrengesellschaften:

 

  • E.E. Gesellschaft zum Rebhaus
  • E.E. Gesellschaft zur Hären
  • E.E. Gesellschaft zum Greifen  

Vorstadtgesellschaften:

 

  • E. Vorstadtgesellschaft zur Mägd
  • E. Vorstadtgesellschaft zur Krähe
  • E. Vorstadtgesellschaft zu den Drei Eidgenossen
  • E. Vorstadtgesellschaft zum Rupf
  • E. Vorstadtgesellschaft zum Hohen Dolder 

Bürgerkorporationen:

 

  • Bürgerkorporation Kleinhüningen
  • Gesellschaft der Feuerschützen

www.zuenfte-basel.ch/de/zuenfte/meister

6. Vereinigtes Zunftspiel der Basler Zünfte

Das vereinigte Zunftspiel besteht aus 50 Tambouren und Pfeifern aller Basler Zünfte, Gesellschaften und Korporationen. Zu erwähnen sind die vielen verschiedenen, zum Teil im 19. Jahrhundert entstandenen Uniformen.

7. Basler Garde

Die Basler Garde verkörpert Landsknechte aus dem 16. Jahrhundert. Sie nehmen heute repräsentative Aufgaben während Veranstaltungen wahr.​

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© Polizeimusik Basel

8. Polizeimusik Basel

Die Polizeimusik Basel (PMB) wurde im Jahre 1909 gegründet. Seit 1970 betätigt sich die Polizeimusik Basel mit grossem Erfolg im Bereich der Marschmusik-Formationen. In Pasadena Los Angeles an der Rose Parade, in New York an den Columbus State und Steuben Paraden und am Konzert auf Einladung der UNO, in Adelaide am Australian Police Tattoo und letztlich am zweitgrössten Tattoo weltweit, dem Basel Tattoo, zeichnete sich die Polizeimusik durch grossartige und präzise Choreographien aus. Die Polizeimusik Basel tritt in historischer Uniform, die einer alten Polizeiuniform aus dem Jahre 1909 originalgetreu nachgebildet ist, auf.

www.polizeimusikbasel.ch

9. Banner der Basler Sportverbände

Die Formation «Banner der Basler Sportverbände» repräsentieren insgesamt 63 Sportverbände des Dachverbandes «Sport Basel». Die Sportverbände vertreten am Zürcher Sechseläuten 45'000 Sportlerinnen und Sportler.

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© Sportmuseum Schweiz

10. Historische Hochräder des Sportmuseum Schweiz

Obwohl eigentlich eine technische Fehlentwicklung, begeistern Hochräder noch heute viele Fans.

Was heute wie ein Gag aus einem Stummfilm erscheint, war vor 150 Jahren eine ernsthafte Entwicklung auf der Suche nach Geschwindigkeits-Rekorden: das Hochrad. Seine Blütezeit dauerte aber nur kurz.

Die Briten Starley und Hillman bauten1870 ein erstes Modell. Schon bald kam es zu Wettfahrten, vor allem auf der Bahn. Spitzenradler erreichten auf dem Hochrad Tempi von über 40 km/h. 1887 strampelte der Basler Albert Aichele 37,078 km weit – Stundenweltrekord!

Die Hochräder, welche am «Zug zum Feuer» präsentiert werden, stammen aus dem Sportmuseum Schweiz, welches eine hervorragende Sammlung zur Kulturgeschichte des Schweizer Sports besitzt. Auf über 800m2 sind mehrere zehntausend Objekte und zahlreiche Archive in einem begehbaren Lager zugänglich.

www.sportmuseum.ch/2010/02/schwindelfrei

11. Seemannschor Störtebekers Basel

Der Seemanns-Chor «Störtebekers» wurde im Jahre 1962 zusammen mit dem «Seemannsclub der Schweiz» gegründet. Der zurzeit aus 18 Sängern und 2 Akkordeonistinnen bestehende Chor singt altüberlieferte Shanties und Seemannslieder. Shanties sind mittelalterliche Arbeitslieder aus der Epoche der segelnden Kauffahrer. Bei den Sängern des Chors handelt es sich mehrheitlich um Personen, welche über mehrere Jahre auf Hochsee oder auf dem Rhein gefahren sind.

www.stoertebekers-basel.ch

12. Läckerli Huus

Das «Läckerli Huus» ist ein Schweizer Süss- und Backwarenhersteller mit Sitz in Frenkendorf bei Basel. Wahrzeichen des «Läckerli Huus» ist seit über 100 Jahren das Original Basler Läckerli, eine süsse Erfolgsgeschichte. Die Basler Läckerli werden bis heute nach unveränderter Original-Rezeptur hergestellt. Feinste, nach strengen Kriterien ausgewählte Zutaten wie Honig, Mandeln, Haselnüsse, Orangeat, Zitronat, erlesene Gewürze und Baselbieter Kirsch bilden dabei die Basis dieses Läckerli Huus Klassikers.

www.laeckerli-huus.ch

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Naarebainli Basel

13. Naarebainli – Basler Pfeiferinnen- und Trachtengruppe

1973 hatte Lotti Köpf die Idee, eine rein weibliche Pfeiferinnen- und Trachtengruppe zu gründen. Die unternehmungslustigen Pfeiferinnen waren es leid an Tambourenfesten nur als passive Zuschauerinnen dabei zu sein, sondern wollten künftig aktiv daran teilnehmen. Zu jener Zeit war eine Pfeifergruppe mit ausschliesslich weiblichen Mitgliedern noch eher ungewöhnlich und es brauchte manchmal «Ellbogen» um sich durchzusetzen. So kam man über den Ellbogen auf den Namen «Naarebainli» (für Nichtbasler: Lat. Nervus ulnaris, auch «Musikknochen» genannt). Die «Naarebainli» tragen die Basler Werktagstracht.

www.naarebainli.ch

14. Trachten von Basel und seiner Landgemeinden Riehen und Bettingen

In den 30er-Jahren des 20. Jahrhunderts entstanden nicht nur die meisten heute in der Schweiz getragenen Trachten, sondern auch die beiden noch aktiven Trachtengruppen im Kanton Basel-Stadt. Beide Gruppen pflegen den Schweizer Volkstanz. Darunter sind auch über 80-jährige Tänzerinnen und Tänzer.

Am «Zug zum Feuer» wird die Vielfalt der Basler Trachten wie folgt gezeigt:

  • Der Fähnrich in einer vorrevolutionären (aus der Zeit vor der Teilung des Kantons) stammenden Tracht mit Dreispitz, begleitet von zwei Damen in den Sonntagstrachten von Riehen und Bettingen.
  • Die seidenen Festtagstrachten, gefolgt von den Sonntagstrachten.
  • Den braunen Werktagstrachten aus Basel-Stadt folgen die blauen Werktagstrachten aus Riehen und Bettingen.
  • Die Herren tragen Anzüge mit silbernen Gilets.
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© Erstes Frauen-Jodel-Chörli Basel

15. Erstes Frauen-Jodel-Chörli Basel

Das Erste Frauen-Jodel-Chörli Basel wurde im Jahre 1942 gegründet. Seit 1946 ist es Mitglied des Nordwestschweizerischen Jodlerverbandes und des Eidgenössischen Joderlerverbandes. Das Chörli hat sich im Laufe der Jahre durch gepflegten Jodelgesang, aber auch durch die grosse Kameradschaft einen Namen gemacht. Dies stellt es immer wieder bei diversen Jodelfesten durch beste Bewertungen unter Beweis.

www.frauenjodelchoerli.ch

16. Basler Mittwoch Gesellschaft 1907 im Stänzler von 1856

Die Stänzler bilden ein Markenzeichen der Basler Mittwoch Gesellschaft. 1922 erwirbt die Clique diese Uniformen der ehemaligen Basler Standeskompanie aus dem 18. und 19. Jahrhundert, mit denen sie noch heute an nationale und internationale Veranstaltungen eingeladen wird und Basel vertritt. Der Stänzler war von 1806 – 1856 ein Söldner, der für Geld in den Krieg zog. Später wurden die Stänzler als Torwächter zum Schutze der Basler Altstadt eingesetzt.

www.staenzler.ch