Trinationale Zusammenarbeit

Aufgrund seiner Lage am Dreiländereck mit Grenzen zu Deutschland und Frankreich ist die trinationale Zusammenarbeit für den Kanton Basel-Stadt ein sehr wichtiger Arbeitsbereich.

Die Basler, die Schweizer und die deutsche Fahne wehen am Rathaus.
Der Kanton Basel-Stadt pflegt intensive Beziehungen zur Schweiz und zum Ausland.

Dem Regierungsrat des Kantons Basel-Stadt ist es seit jeher ein Anliegen, dass der Metropolitanraum Basel zu einem einheitlichen Lebens- und Wirtschaftsraum zusammenwächst und bestehende Grenzhindernisse abgebaut werden. In seinem Legislaturplan 2021-2025 bekräftigt er, dass die regionale und grenzüberschreitende Zusammenarbeit insbesondere in den Bereichen Bildung, Gesundheitsversorgung und Kultur vertieft werden soll. Die trinationale Zusammenarbeit lässt sich im Wesentlichen in zwei Kooperationsräume einteilen:

Kooperation am Oberrhein

Der Kooperationsraum am Oberrhein umfasst die fünf Schweizer Kantone Basel-Stadt, Basel-Landschaft, Aargau, Solothurn und Jura, Teile der Bundesländer Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz und die Collectivité européenne d’Alsace der Region Grand Est. Unter dem Dach der Trinationalen Metropolregion Oberrhein (TMO) bündeln die verschiedenen Kooperationsgremien am Oberrhein ihre Kräfte, um die Region einheitlich nach aussen zu vertreten. Im Rahmen des INTERREG-Oberrhein-Programms konnten seit 1990 am Oberrhein mit europäischen Fördermitteln über 400 grenzüberschreitende Projekte umgesetzt werden, davon mehr als die Hälfte mit Schweizer Beteiligung.

Kooperation in der Agglomeration

Bild vergrössert anzeigen
Die Tramlinie 3 fährt seit Dezember 2017 über die Grenze nach Saint-Louis (F).

Für die Zusammenarbeit in der Agglomeration Basel wurde 2007 der Trinationale Eurodistrict Basel (TEB) gegründet. Er ist die treibende Kraft für trinationale Projekte in verschiedenen Themenbereichen in der Agglomeration. Hirzu gehört u.a. die IBA Basel 2020, welche der Region mit verschiedenen baulichen Visionen neue Impulse gegeben hat und dessen Schlussergebnisse im laufenden Jahr noch an verschiedenen Messen in Deutschland und der Schweiz präsentiert werden. Gute Beispiele sind aber auch zahlreiche Projekte in den Bereichen Öffentlicher Verkehr und Bürgerbegegnung.