Ausstellungen und Interaktionen

«Klamauk» (Teilnahme aufgrund unsicherer Wetterprognose nicht möglich!)

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«Klamauk» von Jean Tinguely

Mit fast vierzig, teils weltberühmten Museen, preisgekrönten Orchestern und Theatern und der Art Basel, der weltweit wichtigsten Messe für moderne und zeitgenössische Kunst, ist Basel die «Kulturhauptstadt der Schweiz». Botschafter der Kulturstadt Basel ist an der Fête des Vignerons die Maschinenskulptur «Klamauk» des berühmten Künstlers Jean Tinguely aus dem Museum Tinguely. Der «Klamauk» fährt bei trockener Witterung an der Parade von Jura und Basel-Stadt mit und kann – vorausgesetzt das Wetter spielt mit – vor dem Umzug auch auf dem Festgelände bei der Scène du Rivage besichtigt werden.

Der «Klamauk» entstand 1979 für die Ausstellung «Tinguely-Luginbühl» im Frankfurter Städel. Wie kaum ein anderes Werk verkörpert die fahrende, tönende, rauchende, stinkende, feuerwerkende Maschinenskulptur das Schaffen von Jean Tinguely. Sie wurde seit ihrer Entstehung und ihren Auftritten an diversen Bergrennen zu einem eigentlichen Wahrzeichen der kinetischen Kunst des Schweizer Künstlers.

Auf einen alten Traktor sind die Elemente einer Klang-Skulptur montiert. Glocken, Zimbalen, Töpfe, Fässer werden geschlagen und entwickeln, unterlegt vom markanten Motorengeräusch der mächtigen Traktoren-Maschine, die von Zufälligkeit bestimmte Melodie der Méta-Harmonien. Dazu treten, vom Fahrer gezündet, Feuerwerkskörper und Rauchpetarden, die mit ihrem Knallen und Stinken die fahrende Klangskulptur mit einer apokalyptischen Note versehen. Der Tod reitet auf den Ausfahrten des witzigen «Klamauk» mit. Nicht zufällig wurde der Traktor 1981 anlässlich des Jo Siffert-Mémorials in St. Ursanne von Tinguely über die Rennstrecke gesteuert, in Gedenken an den grossen, am 24. Oktober 1971 verunglückten Schweizer Formel-1-Rennfahrer und Freund des Eisenplastikers. «Klamauk» begleitete Jean Tinguely am 4. September 1991 auch auf seiner letzten Fahrt, dem Zug der Abdankung des Künstlers durch Fribourg.

Weitere Informationen: www.tinguely.ch

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Basler Fasnacht – UNESCO-Kulturerbe

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Fotoecke

Im Jardin Doret widmet sich eine Ausstellung der Basler Fasnacht, welche 2017 – ein Jahr nach der Fête des Vignerons – von der UNESCO in die Repräsentative Liste des immateriellen Kulturerbes der Menschheit aufgenommen worden ist. Mit jährlich mehr als 200‘000 Besucherinnen und Besuchern ist sie ein bedeutendes kulturelles Ereignis und ein Aushängeschild des Basler Auftritts an der Fête des Vignerons.

Die Ausstellung ist von 10 Uhr bis 18 Uhr geöffnet. Bei der Ausstellung gibt es auch eine Fotoecke, wo sich Kinder und Erwachsene mit klassischen Fasnachtskostümen verkleiden und ablichten lassen können. Zudem treten Basler Fasnachtsformationen auf.

Die Ursprünge der Basler Fasnacht gehen bis ins 14. Jahrhundert zurück. In ihrer heutigen Form besitzen die «drei scheenschte Dääg» (die drei schönsten Tage), wie die Fasnacht in Basel genannt wird, eine grosse Ausstrahlung, weit über die Stadt hinaus. Am Montag nach Aschermittwoch versammeln sich Baslerinnen und Basler, Besucherinnen und Besucher um vier Uhr morgens. Gespenstig still ist es in der völlig dunklen Innenstadt, bevor die Tambourmajore den Marschbefehl «Morgestraich vorwärts marsch» geben und Tausende kostümierte Trommler und Trommlerinnen sowie Piccolo-Spieler und -Spielerinnen die Fasnacht mit ihrem Spiel eröffnen. Am Montag- und Mittwoch-Nachmittag werden in grossen Umzügen von rund 11’000 kostümierten Teilnehmenden unzählige Sujets augenfällig zur Schau gestellt. Der Dienstag gehört dem Maskentreiben der Kinder und den Guggenmusiken. Eine ganz besondere Rolle an der Basler Fasnacht kommt den rund hundert Schnitzelbank-Gruppierungen zu, die ihre bebilderten Spottverse in den Restaurants und Kellern vortragen. Ein weiterer Höhepunkt findet auf dem historischen Münsterplatz statt, wo die ca. 180 Laternen ausgestellt werden. Schon Wochen vor dem «Morgestraich» stimmen zahlreiche und vielseitige Vorfasnachtsveranstaltungen auf die Basler Fasnacht ein.

Weitere Informationen:
www.fasnachts-comite.ch
www.baslerfasnacht.info

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Die traditionelle jurassische Fasnacht

Les Sauvages
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«Les Sauvages»

Wenngleich die zeitgenössische Darbietung und aufstrebende Künstlerszene viel Raum bekommt, so wird der Kanton Jura die traditionelle jurassische Fasnacht in Vevey nicht minder ins Rampenlicht rücken. Auch werden im Jardin Doret Kultur und Traditionen des Kantons Jura mit einer informativen Ausstellung den Besuchern nahegebracht. Die traditionelle jurassische Fasnacht zählt übrigens seit 2017 zu den vom Bund anerkannten lebendigen Traditionen.

Die Ursprünge der jurassischen Fasnachtsbräuche reichen mindestens bis ins 16. Jahrhundert zurück. Die Dialektbezeichnungen «carimentran», «carimotra» oder «kouarimotra» stehen für Französisch «carême-entrant» und beziehen sich auf den christlichen Kalender: Es sind die Tage des Schlemmens, welche der Fastenzeit vorangehen. Doch die Riten, welche mit dem Ende der Winterzeit assoziiert sind (Vertreibung von bösen Geistern, Fruchtbarkeitszauber), nehmen auch Bezug auf eine ländliche Kultur, welche den Kreislauf der Jahreszeiten feiert. Die Fasnachtsbräuche werden von Vereinigungen lediger Junggesellen durchgeführt, welche die Dörfer während des ganzen Jahres beleben.   

Weiterführende Informationen:
www.lebendige-traditionen.ch/traditionen/00149

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